Fünf Jahre interkultureller Austausch: Österreichisch-ukrainisches Journalismusprojekt "International School of Multimedia Journalism" der FHWien der WKW feiert Jubiläum

Kategorie: Aktuelles, Journalismus & Medienmanagement

Seit fünf Jahren treffen sich Journalismus-Studierende der FHWien der WKW mit Studierenden aus verschiedenen europäischen Ländern in Wien und der westukrainischen Stadt Lviv (Lemberg), um Ideen auszutauschen und voneinander zu lernen. Was als Experiment begann, hat sich zu einem Modell für die Zukunft des Multimedia-Journalismus entwickelt: ein Best-Practice-Beispiel für den Austausch junger Journalistinnen über gute Ideen und Kenntnisse - und der Beginn einer Vielzahl von Freundschaften.

(c) Diana Popfalushi

(c) Ulyana Makarenko

(c) Ulyan

Von 6.-13. Juli 2019 reisten erneut Journalismus-Studierende der FHWien der WKW zur zweiten Projektwoche nach Lviv (Lemberg), um gemeinsam mit Studierenden aus Dänemark, Georgien und der Ukraine an Multimedia-Reportagen zu arbeiten. In vier Teams recherchierten die TeilnehmerInnen der International School of Multimedia Journalism (ISMJ) dieses Jahr zum Thema „Social Responsibility“. Die entstandenen Reportagen beschäftigen sich mit häuslicher Gewalt („Beating means Loving“), Auswanderung („Leaving or L(V)iving“), Mülltrennung und –vermeidung („Dont`t toss it, donate it“) sowie dem Einfluss einzelner Medienhäuser in der Ukraine („ZIK is over“).

Bereits im Februar 2019 fand in Wien die erste Projektwoche statt. Die Studierenden setzten sich dabei mit Fragen zu Müllvermeidung („A Way Out of Waste“), Freiwilligen- und Jugendarbeit („F(o)ur others“ sowie „Martial Youth“) sowie den Herausforderungen für ein integratives Arbeitsumfeld („Let`s work“) auseinander. Dabei warfen sie einen ganz eigenen Blick auf den Themenbereich und rückten Projekte, Initiativen und Menschen in den Vordergrund und beleuchteten so unterschiedliche Aspekte des Generalthemas.

Während der Projektarbeit feilen die Studierenden an ihrem Können. Neben klassischen journalistischen Tugenden wie Recherche, Durchführung von Interviews und Textvorbereitungen stehen auch die Entwicklung von technischen Fähigkeiten auf dem Programm: von Fotografie- und Filmaufnahmen bis hin zu Bildbearbeitung, Layout und Gestaltung. Im Vordergrund des österreichisch-ukrainischen Journalismus-Projektes steht jedoch vor allem der interkulturelle Austausch. Die TeilnehmerInnen erhalten einen Einblick in die Arbeits- und Funktionsweisen unterschiedlicher Mediensysteme und profitieren von den Erfahrungen der jeweils anderen.

„Die Unterschiede in der journalistischen Herangehensweise beider Länder stellt für die TeilnehmerInnen oft die größte Herausforderung dar,“ so Daniela Süssenbacher, Head of Study Program Journalism & Media Management. „Doch genau darin liegt auch der größte Reiz: Es gilt die eigene Denkweise und das journalistische Verständnis mit etwas Neuem und Unbekannten zu konfrontieren und über kulturelle Unterschiede hinweg in Einklang zu bringen, um gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten.“

2020 widmet sich die International School of Multimedia Journalism der Rolle der Frau in unserer Gesellschaft unter dem Motto „Superwomen – The Role of Women in Society“.

Einen ausführlichen Nachbericht gibt es auf unserem Blog unter https://journalismus-studieren.at/

Weitere Details zur ISMJ und alle Projekte der vergangenen Jahre gibt es auf der Projektseite unter http://multimediajournalism.eu/.

 

Über die ISMJ:

Die International School of Multimedia Journalism wird vom Studienbereich Journalism & Media Management der FHWien der WKW in Kooperation mit der Ukrainisch Katholischen Universität Lemberg durchgeführt. Das Joint Programm vernetzt Journalismus-Studierende länderübergreifend und fördert dadurch das Verständnis für internationale Mediensysteme sowie die Medienlandschaft anderer Länder. Seit 2016 nehmen mit der Danish School of Media and Journalism und dem Georgian Institute of Public Affairs zwei weitere Projektpartner teil. Das Projekt wird mit finanzieller Unterstützung durch das BMBWF, die OeAD-Kooperationsstelle Lemberg, die OeAD-GmbH Wien, der Stadt Wien und der Kultursektion des BMEIA durchgeführt.

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