Wer über ein Studium nachdenkt, hört oft dieselben Aussagen: Ein FH-Abschluss sei weniger wert. An Fachhochschulen werde kaum geforscht. Und wer wirklich Karriere machen wolle, müsse an die Uni. Solche Vorurteile kursieren seit Jahren, aber stimmen sie (noch)? Fünf verbreitete Klischees und was wirklich dahintersteckt.
Woher kommen diese Vorurteile?
Viele Vorurteile über Fachhochschulen stammen aus einer Zeit vor dem Bologna-Prozess. Das war eine europaweite Hochschulreform, die Studienabschlüsse vereinheitlicht hat. Damals hießen FH-Abschlüsse noch anders als heute. Das hat in manchen Köpfen Spuren hinterlassen. Heute sieht die Lage anders aus.
Bachelor- und Masterabschlüsse von Fachhochschulen und Universitäten sind formal gleichwertig und auch in der Arbeitswelt so anerkannt.
Trotzdem halten sich alte Bilder hartnäckig. Dabei hat sich an Fachhochschulen über die Jahre viel verändert und entwickelt. Die folgenden fünf Punkte zeigen, welche Klischees längst nicht mehr der Realität entsprechen.
Welche Klischees gibt es – und was ist dran?
Hier sind fünf verbreitete Vorurteile über Fachhochschulen und die Fakten dazu:
- „Ein FH-Abschluss ist weniger wert als ein Uni-Abschluss.“
Fakt: Bachelor- und Masterabschlüsse von FHs und Unis sind formal gleichwertig. - „Das Studium an einer FH ist einfacher.“
Fakt: Das Studium ist anspruchsvoll und erfordert vollen Einsatz. - „FH-AbsolventInnen haben schlechtere Karrierechancen.“
Fakt: Arbeitgeber schätzen die praxisnahe Ausbildung und die sofortige Einsetzbarkeit. - „FHs sind kaum international ausgerichtet.“
Fakt: Viele FHs pflegen internationale Partnerschaften und bieten Auslandsaufenthalte - „An FHs wird nicht geforscht.“
Fakt: Viele Fachhochschulen betreiben aktive, praxisnahe Forschung.
Ist ein FH-Abschluss wirklich weniger wert?
Nein. Bachelor- und Masterabschlüsse von Fachhochschulen und Universitäten sind heute formal gleichwertig – auch auf dem Arbeitsmarkt. Fachhochschulen durchlaufen offizielle Qualitätsprüfungen durch unabhängige Stellen. Die Studiengänge der FHWien der WKW werden zum Beispiel von der Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQ Austria) akkreditiert. Dazu kommen interne und externe Evaluierungen, die das Niveau sichern.
Wer an einer Fachhochschule einen Masterabschluss erwirbt, darf danach auch ein Doktorats- bzw. PhD-Studium beginnen. Das zeigt: Ein FH-Abschluss öffnet viele Türen.
Wie sehen die Karrierechancen nach dem Abschluss aus?
AbsolventInnen von Fachhochschulen sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Arbeitgeber schätzen die praxisnahe Ausbildung und die Tatsache, dass AbsolventInnen sofort einsetzbar sind. An der FHWien der WKW kommen zwei Drittel der Lehrenden selbst aus der Wirtschaft. Sie bringen aktuelles Wissen direkt in den Unterricht mit und vermitteln spannende Einblicke in den Berufsalltag. Zusätzlich sorgen Praxisprojekte, Fallstudien, Exkursionen und Betriebsbesichtigungen für einen hohen Praxisbezug. Dazu kommt ein verpflichtendes Berufspraktikum für alle Bachelor-Studierenden. Das schafft echte Berufserfahrung noch während des Studiums.
Die Alumni & Career Services der FHWien der WKW unterstützen Studierende und AbsolventInnen gezielt bei der Jobsuche und Karriereentwicklung. Das Angebot umfasst eine Online-Jobplattform, CV-Checks und Veranstaltungen mit Partnerunternehmen wie den Career Day. AbsolventInnen der FHWien der WKW machen national wie international Karriere in unterschiedlichsten Branchen.
Gibt es internationale Möglichkeiten an einer FH?
Ja, und zwar viele. Die FHWien der WKW pflegt internationale Aktivitäten in Lehre und Forschung. Studierende können Auslandssemester an über 160 Partnerhochschulen weltweit absolvieren. Das ist eine echte Chance, internationale Erfahrung zu sammeln. Auch Berufspraktika oder kürzere Auslandsaufenthalte können im Ausland verbracht werden.
Außerdem kommen viele internationale Studierende und LektorInnen an die FHWien der WKW. Das sorgt für ein vielfältiges Lernumfeld.
Wird an Fachhochschulen überhaupt geforscht?
Ja. Forschung spielt an vielen Fachhochschulen eine wichtige Rolle. Die FHWien der WKW betreibt praxisnahe Berufsfeldforschung – also Forschung, die direkt mit der Arbeitswelt zusammenhängt. Dabei arbeitet die Hochschule eng mit Unternehmen sowie nationalen und internationalen Hochschulen zusammen. Ziel ist es, innovative Lösungen für zukunftsgerichtete Strategien zu entwickeln und Unternehmen zu unterstützen.
Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen digitale Transformation, Nachhaltigkeit und strategisches Management. Aktuelle Forschungsergebnisse fließen direkt in die Lehre ein. Studierende lernen so nicht nur Theorie, sondern sie erleben, wie Wissen in der Praxis wirkt.
Diese enge Verbindung zwischen Forschung und Praxis prägt das Studium an einer Fachhochschule. Wer sich für angewandte Themen begeistert und nah an der Berufswelt studieren möchte, findet hier ein passendes Umfeld.
Was sollte man bei der Studiumswahl beachten?
Wer ein Studium beginnen möchte, sollte sich nicht von alten Klischees leiten lassen. Wichtiger ist: Was passt zu mir? Fachhochschulen bieten oft eine strukturierte Ausbildung mit starkem Praxisbezug und intensiver Betreuung in kleineren Gruppen. Das kann ein großer Vorteil sein, besonders für Menschen, die praxisnah lernen und schnell in den Beruf einsteigen wollen.
Ein paar Fragen helfen bei der Entscheidung: Lerne ich lieber in kleinen Gruppen mit enger Betreuung? Möchte ich schon während des Studiums Praxiserfahrung sammeln? Interessieren mich angewandte Themen wie Management, Kommunikation oder Digitalisierung? Wer diese Fragen mit Ja beantwortet, findet an einer Fachhochschule oft sehr gute Bedingungen.
Fazit: Klischees überprüfen lohnt sich
Viele Vorurteile über Fachhochschulen stammen aus einer anderen Zeit und entsprechen heute nicht mehr der Realität. FH-Abschlüsse sind formal gleichwertig mit Uni-Abschlüssen, die Forschung ist aktiv und praxisnah, und die Karrierechancen sind gut. Fachhochschulen sind heute moderne, qualitätsorientierte und international vernetzte Bildungseinrichtungen. Wer sich für ein Studium interessiert, sollte sich selbst ein Bild machen – und sich nicht auf alte Klischees verlassen.
Interessiert an einem FH-Studium?
Das gesamte praxisnahe Studienangebot der FHWien der WKW finden Sie hier.
Wenn Sie noch nicht wissen, in welche Richtung es gehen soll, empfehlen wir Ihnen unseren kostenlosen Online-Test: Was soll ich studieren?