Am 7. April 2026 hielt Frau MMag. Marina Mittermaier von der TPA Steuerberatungs GmbH, einem führenden österreichischen Unternehmen für Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, einen praxisnahen Gastvortrag in der Lehrveranstaltung „Konzernrechnungslegung“ im Bachelorstudiengang Finanz-, Rechnungs- und Steuerwesen.
Im Mittelpunkt stand die Equity-Methode und deren Anwendung in der Konzernrechnungslegung. Der Vortrag bot eine anschauliche und praxisrelevante Darstellung der bilanziellen Behandlung von Beteiligungen in Abhängigkeit vom Einfluss der Muttergesellschaft. Während Beteiligungen von über 50 Prozent zur Vollkonsolidierung führen, werden assoziierte Unternehmen sowie Joint Ventures nach der Equity-Methode bewertet. Diese basiert auf einem Ansatz zu Anschaffungskosten mit anschließender Anpassung an das anteilige Eigenkapital, wobei Gewinne den Buchwert erhöhen, Verluste ihn bis maximal null vermindern und Ausschüttungen ihn reduzieren.
Unterschiede in der Bilanzierung
Frau Mittermaier erläuterte zentrale Unterschiede zwischen UGB (Unternehmensgesetzbuch) und IFRS (International Financial Reporting Standards), insbesondere hinsichtlich stiller Reserven, Firmenwerten und Wertminderungen. Nach UGB erfolgt eine planmäßige Abschreibung des Firmenwerts, während nach IFRS keine vorgesehen ist. Ergänzend wurden Besonderheiten wie die Behandlung von Verlusten bei negativem Buchwert sowie Änderungen der Beteiligungsquote behandelt.
Praxisnahe Beispiele, etwa zu sukzessiven Anteilserwerben, Entkonsolidierungen und zur Berechnung des Equity-Buchwerts, veranschaulichten die Umsetzung der theoretischen Grundlagen in der Unternehmenspraxis.
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