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Nachbericht Strategy Morning „Unternehmerische Verantwortung durch Kooperation“

3. Februar 2021

Am 29. Jänner fand der erste virtuelle Strategy Morning 2021 zum Thema „Unternehmerische Verantwortung durch Kooperation“ statt. Erstmalig wurden die Ergebnisse einer aktuellen Studie zum gleichnamigen Thema des IBES vorgesellt. Dr. Christoph Jagereder (Geschäftsführer, Hammerer GmbH) und Doz. Dr. Thomas R. Kreil (Leiter der Global Pathogen Safety, Takeda Pharma Ges.m.b.H.) präsentierten zudem gelebte Kooperationsbeispiele aus der Praxis.

Die erfolgreiche Adressierung unternehmerischer Verantwortung wird auch für österreichische Unternehmen zunehmend zu einer wettbewerbsentscheidenden Aufgabe. Aufgrund begrenzter Ressourcen und potenzieller Wettbewerbsnachteile stellen individuelle Initiativen einzelner Unternehmen jedoch häufig keine zielführende Lösung dar. Daher gewinnen Kooperationen zwischen Unternehmen in diesem Zusammenhang zunehmend an Attraktivität.

Das Institute for Business Ethics and Sustainable Strategy (IBES) der FHWien der WKW lud am 29.01.2021 ausgewählte Expertinnen und Experten ein, um das Thema Kooperation zu unternehmerischer Verantwortung von unterschiedlichen Seiten zu betrachten.

Anschließend an einführende Worte von FH-Prof. Markus Scholz stellte die Erstautorin Dr.in Anne Busch erstmalig die Ergebnisse einer aktuellen IBES-Studie vor. Die Studie entstand im Rahmen der Aktivitäten der Stiftungsprofessur „Microeconomics of Competitiveness“ in Kooperation mit Teammitgliedern des Josef Ressel Zentrums für Collective Action und Responsible Partnerships (JR-Zentrum CARe). Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass

  • die befragten Unternehmen mit anderen Unternehmen kooperieren, um einen unmittelbaren Nutzen für das eigene Unternehmen zu generieren, um sich von der Konkurrenz zu differenzieren oder um gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen, der in dieser Form alleine nicht zu erreichen wäre,
  • die MitarbeiterInnen des eigenen Unternehmens eine wichtige Zielgruppe von Kooperationen mit sozialen Zielen darstellen, während sich die Umweltziele durch höhere Diversität auszeichnen,
  • die rechtliche Gestaltung stark von der Branche, dem Zielmarkt des Partners, externen Förderungen und der Art des Zusammenschlusses (z.B. in Form eines Vereins) abhängt.

Langfristige unternehmerische Chancen durch eine Kooperation werden von österreichischen Unternehmen noch unzureichend genutzt. Die Studie zeigt daher Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Durchführung auf. Die vollständige Studie ist unter https://ibes.fh-wien.ac.at/forschung/working-paper-series/#ibes-praxisstudien zu finden.

Nach der Präsentation der Studienergebnisse gaben die hochkarätigen Vortragenden Dr. Christoph Jagereder (Geschäftsführer, Hammerer GmbH) und Doz. Dr. Thomas R. Kreil (Leiter der Global Pathogen Safety, Takeda Pharma Ges.m.b.H.) spannende Einblicke in das Thema aus Sicht der Unternehmenspraxis. Dr. Christoph Jagereder ging in seinem Vortrag auf die Initiative „Personalnetzwerk Innviertel“ ein. Das „Personalnetzwerk Innviertel“ wurde im Jahr 2000 als loses Netzwerk größerer Unternehmen in der Region Innviertel gegründet; mittlerweile gehören 16 Betriebe dem Netzwerk an. Anlass dazu war die Beobachtung, dass alle Mitgliedsunternehmen vor ähnlichen Herausforderungen im Personalmanagement stehen. Doz. Dr. Thomas R. Kreil stellte die Initiative „CoVIg 19 Plasma Alliance“ vor, die im Jahr 2020 als bisher einzigartige Partnerschaft von Pharmakonzernen entstand. Ziel der „CoVIg 19 Plasma Alliance“ ist es, eine auf Plasma basierende Behandlungsmöglichkeit für Covid-19-Patientinnen und -Patienten zu entwickeln.