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Campus-Blog & News

Mut zur Veränderung: Das war das Transformation Camp 2026

22. April 2026

Wie fühlt sich Transformation wirklich an? Wie viel Mut brauche ich für Veränderung? Erfordern nur große „Bold Moves“ Mut oder machen uns die täglichen kleinen Entscheidungen wirklich mutig? Und wie kann Mut etwas in Unternehmen und Organisationen bewegen?

Transformation Camp 2026 an der FHWien der WKW mit Rudi Anschober
© Leadersnet / R. Brunhölzl
Transformation Camp 2026 an der FHWien der WKW: mit Kosima Kovar
© Leadersnet / R. Brunhölzl
Transformation Camp 2026 an der FHWien der WKW mit Lisa-Marie Henzel
© Leadersnet / R. Brunhölzl
Transformation Camp 2026 an der FHWien der WKW
© Leadersnet / R. Brunhölzl
Transformation Camp 2026 an der FHWien der WKW
© Leadersnet / R. Brunhölzl
Transformation Camp 2026 an der FHWien der WKW
© Leadersnet / R. Brunhölzl
Transformation Camp 2026 an der FHWien der WKW
© Leadersnet / R. Brunhölzl
Transformation Camp 2026 an der FHWien der WKW
© Leadersnet / R. Brunhölzl
Transformation Camp 2026 an der FHWien der WKW
© Leadersnet / R. Brunhölzl
Transformation Camp 2026 an der FHWien der WKW
© Leadersnet / R. Brunhölzl
Transformation Camp 2026 an der FHWien der WKW
© Leadersnet / R. Brunhölzl
Transformation Camp 2026 an der FHWien der WKW
© Leadersnet / R. Brunhölzl
Transformation Camp 2026 an der FHWien der WKW
© Leadersnet / R. Brunhölzl
Transformation Camp 2026 an der FHWien der WKW
© Leadersnet / R. Brunhölzl
Transformation Camp 2026 an der FHWien der WKW
© Leadersnet / R. Brunhölzl
Transformation Camp 2026 an der FHWien der WKW
© Leadersnet / R. Brunhölzl

Diese Fragen standen im Zentrum des Transformation Camps, das am 16. und 17. April 2026 gemeinsam von fifty1 und dem Studienbereich Human Resources & Organization an der FHWien der WKW veranstaltet wurde. Unter dem Motto „Bold Moves“ kamen über 170 VertreterInnen aus Unternehmen, NGOs, NPOs, Bildungseinrichtungen, Beratung sowie Studierende des Master-Studiengangs Organisations- & Personalentwicklung zusammen, um genau das zu tun: Transformation nicht nur zu diskutieren, sondern aktiv zu erleben.

Un-Conference: Ein besonders aktives Format

Das Transformation Camp ist bewusst als sogenannte Un-Conference gestaltet. Das bedeutet: Es gibt keine starre Agenda, keine festgelegten Inhalte – stattdessen bringen die Teilnehmenden ihre eigenen Fragen, Erfahrungen und Perspektiven ein. Sessions entstehen spontan oder werden gemeinsam entwickelt, so entsteht Wissenstransfer auf Augenhöhe.

Diese Offenheit wurde von vielen Teilnehmenden als besonders wertvoll erlebt. Eine teilnehmende Studentin beschrieb das Format als „echten Wissenstransfer auf Augenhöhe“, bei dem nicht konsumiert, sondern gemeinsam gestaltet wird.

Gerade für Studierende eröffnet dieses Setting neue Perspektiven: Sie sind nicht nur ZuhörerInnen, sondern aktive MitgestalterInnen. Sie diskutieren mit erfahrenen PraktikerInnen, bringen eigene Ideen ein und erleben, wie komplex und dynamisch Transformationsprozesse in Organisationen tatsächlich sind.

Inspirierende Impulse: Keynotes und Keyperformance

Neben den interaktiven Formaten bot das Transformation Camp auch starke inhaltliche Impulse durch Keynotes und eine besondere Keyperformance.

FHWien der WKW-Absolventin Kosima Kovar eröffnete das TransformationCamp mit einem zentralen Gedanken: Mutige Entscheidungen brauchen einen sicheren Rahmen. Denn auch das Scheitern ist essentiell und oft der Start von etwas Großem. Für sie ist Mut aber nicht nur der „große eine Schritt“, sondern die vielen kleinen und das einfache „machen“ – eine Erkenntnis, die viele Teilnehmende nachhaltig beschäftigte.

Marie-Luise Menzel erzählte aus ihrer Zeit als COO/Vice President Delivery bei der Lufthansa Industry Solutions. Sie ergänzte die Perspektive ihrer Vorrednerin durch ein reflektiertes Teilen aus der Praxis und zeigte, wie Transformation im organisationalen Alltag eines Konzerns tatsächlich gelebt wird.

Ex-Minister Rudi Anschober setzte einen anderen Fokus und sprach über Ermutigung als Schlüssel für Veränderung. Gerade in komplexen Zeiten brauche es Menschen, die Perspektiven eröffnen und Orientierung geben. Seine Botschaft: Fortschritt entsteht oft durch Kompromisse und Gemeinsamkeit – und verlernt nicht das Träumen!

Ein besonderes Highlight war die interaktive Keyperformance von Kabarettistin Michaela Obertscheider. Unter dem Motto „Mach es richtig falsch“ lud sie dazu ein, Scheitern neu zu denken. Fehler wurden nicht als Risiko, sondern als notwendiger Bestandteil von Innovation direkt erlebbar gemacht und sorgte für eine grandiose Unterhaltung.

Vielfalt an Sessions: Lernen aus der Praxis

Das Herzstück des TransformationCamps bildeten die zahlreichen Sessions, die von Teilnehmenden selbst gestaltet wurden. Die Bandbreite der Themen zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig Transformation gedacht werden kann. Einige Beispiele:

  • Employer Branding bei der ASFINAG: Wie mutige Kampagnen entstehen, wenn Organisationen neue Wege gehen
  • Dynamic Shared Ownership bei Bayer: Entscheidungen dort treffen, wo die Arbeit passiert – weg von Hierarchien, hin zu mehr Eigenverantwortung
  • Kulturwandel bei Wien Energie: Mitarbeitende als MultiplikatorInnen für Veränderung
  • Hybride Organisationen und KI: Warum viele Unternehmen noch zögern – und warum genau jetzt Experimentieren wichtig ist
  • Skill-based Organizations & KI: Wie Organisationen Kompetenzen neu denken können
  • Vertrauen in Organisationen: Was wir von der Natur über stabile Systeme lernen können
  • Future Skills: Welche Kompetenzen in einer VUCA-Welt entscheidend sind
  • GenZ & Gen Alpha im Arbeitskontext: Warum differenzierte Perspektiven wichtiger sind als einfache Zuschreibungen

Insgesamt wurden über 40 Session an den zwei Tagen gehalten. Diese Vielfalt machte deutlich: Transformation ist kein klar definierter Prozess, sondern ein Zusammenspiel unterschiedlichster Perspektiven, Erfahrungen und Ansätze.

Aktive Rolle der FHWien der WKW

Der Studienbereich Human Resources & Organization war nicht nur Gastgeber, sondern aktiv in die Gestaltung des Transformation Camps eingebunden. Lehrende und Studierende brachten eigene Inhalte ein und prägten das Programm wesentlich mit.

So gestalteten Studiengangsleiterin Christina Schweiger und Academic Expert & Lecturer Sigrid Maxl-Studler eine Session zum Thema Future Skills und diskutierten, welche Kompetenzen FH-AbsolventInnen künftig benötigen und wie diese entwickelt werden können. Gloria Warmuth setzte gemeinsam mit Katharina Thill von myAbility in ihrer Session zu Inclusive Leadership wichtige Impulse für Führung in diversen und komplexen Arbeitswelten.

Auch Studierende des Master-Studiengangs Organisations- & Personalentwicklung waren aktiv beteiligt und gestalteten eigene Sessions, darunter:

  • Skills first, roles second – HR als Architektin der Zukunft
  • KI hilft auf der Bühne wenig
  • Wie die GenZ wirklich denkt

Diese Beiträge zeigen, wie stark Studierende bereits während ihrer Ausbildung in aktuelle HR- und Organisationsthemen eingebunden sind – und wie sie aktiv zur Diskussion beitragen.

Dialog auf Augenhöhe: Stimmen aus dem Event

Das TransformationCamp wurde von vielen Teilnehmenden nicht als klassische Konferenz wahrgenommen, sondern als Raum für echten Austausch. Eine Teilnehmerin beschrieb es als „Safe Space“, in dem Offenheit, Feedback und das Eingestehen von Unsicherheiten möglich waren.

Auch die Rolle der Studierenden wurde besonders hervorgehoben: Ihre Integration wurde als große Bereicherung erlebt, da sie neue Perspektiven und frische Ideen in die Diskussion einbringen.

Christine Schweiger, Studiengangsleiterin des Studienbereichs Human Resources & Organization, betonte die besondere Bedeutung solcher Formate:

„Das TransformationCamp zeigt, wie wertvoll die Verbindung von Studium und Praxis ist. Unsere Studierenden erleben hier nicht nur aktuelle Herausforderungen von Organisationen, sondern gestalten aktiv mit – genau das macht Lernen nachhaltig und relevant.“

Auch aus externer Perspektive wurde das Event sehr positiv wahrgenommen. Hilal Elif Atalay, Führungskräfteentwicklerin bei der Stadt Wien beschreibt ihre Eindrücke so:

„Die Offenheit und Qualität der Diskussionen haben mich besonders beeindruckt. Das Transformation Camp schafft einen Raum, in dem unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und voneinander lernen – das ist in dieser Form selten.“

Für Studierende selbst war die aktive Teilnahme ein zentrales Erlebnis. Nicolas Hoser, Student im Master-Studiengang Organisations- & Personalentwicklung, der eine eigene Session hielt, zieht folgendes Fazit:

„Eine eigene Session zu gestalten war herausfordernd und gleichzeitig unglaublich lehrreich. Der direkte Austausch mit PraktikerInnen hat mir neue Perspektiven eröffnet, die ich aus dem Studium allein so nicht mitgenommen hätte.“

Ein Erlebnis, das nachwirkt

Was das Transformation Camp besonders macht, lässt sich schwer in klassische Kategorien fassen. Es ist kein Event, bei dem Inhalte einfach konsumiert werden. Es ist ein Raum, in dem Fragen entstehen, Perspektiven wechseln und neue Denkansätze entwickelt werden. Viele Teilnehmende berichten, dass die Impulse weit über die zwei Tage hinaus wirken. Gedanken werden weitergedacht, Diskussionen fortgeführt und Ideen in die eigene Praxis übertragen.

Oder, wie es eine Teilnehmerin formuliert: Transformation ist kein Projekt – sondern eine Haltung.