Wie entwickelt man nachhaltige Events für eine UNESCO-Welterbestätte? Und wie arbeitet es sich in internationalen Teams an realen Herausforderungen im Tourismus?
Genau damit beschäftigten sich fünf Studierende des Bachelor-Studiengangs Tourismus-Management im April bei einem internationalen Blended Intensive Programme (BIP) im Rahmen von Erasmus+. Gemeinsam mit Studierenden der Partnerhochschulen Haaga-Helia University of Applied Sciences (Finnland) und Breda University of Applied Sciences (Niederlande) arbeiteten sie im Kurs „Sustainable Experience Design“ an realen Aufgabenstellungen für die finnische Insel Suomenlinna.
Moderne Events im UNESCO-Weltkulturerbe
Im Zentrum der Woche stand die Entwicklung eines Konzepts mit dem realen Kunden „Suomenlinna“, einer historischen Festungsinsel vor Helsinki, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Die Insel gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Finnlands und verbindet Kultur, Geschichte und Tourismus auf besondere Weise. Die Studierenden erhielten den Auftrag, zwei Eventkonzepte zu entwickeln: Zum einen sollten sei ein neues Winterevent für die Insel planen, andererseits Strategien entwickeln, um die bestehenden Events zu stärken und weiterzuentwickeln.
Bereits am ersten Tag besuchte die Gruppe Suomenlinna. Dort erhielten die Studierenden das Briefing und besichtigten verschiedene mögliche Event-Locations auf der Insel. Der direkte Einblick in die Destination half dabei, erste Ideen zu entwickeln und die Besonderheiten des Ortes kennenzulernen.
Von Research bis Konzeptentwicklung
Die intensive Woche war klar strukturiert und orientierte sich an den einzelnen Phasen des Experience Designs. Am zweiten Tag standen Research und Customer Understanding im Fokus. Die Studierenden analysierten Zielgruppen, sammelten Informationen zur Destination und beschäftigten sich mit nachhaltigen Ansätzen im Eventmanagement.
Die darauffolgenden Tage widmeten sich der Ideenentwicklung und Konzeptarbeit. In internationalen Teams arbeiteten die Teilnehmenden an Brainstorming, entwickelten erste Konzepte und konkretisierten ihre Eventideen.
Der Freitag bildete den Abschluss der Intensivwoche: Die Teams präsentierten ihre finalen Konzepte vor dem Auftraggeber. Dabei standen neben Kreativität auch Umsetzbarkeit, Nachhaltigkeit und BesucherInnen-Erlebnis im Mittelpunkt.
Lernen außerhalb des Hörsaals
Neben der Projektarbeit bot die Woche auch Gelegenheit, Helsinki kennenzulernen und internationale Kontakte zu knüpfen. Auf dem Programm standen unter anderem ein Besuch der modernen Oodi Library sowie gemeinsame Erkundungen der finnischen Hauptstadt.
Auch kulinarisch konnten die Studierenden in die finnische Kultur eintauchen – mit Lachssuppe und Korvapuusti, der traditionellen finnischen Zimtschnecke.
Internationale Erfahrungen für angehende TourismusexpertInnen
Das Blended Intensive Programme ermöglichte den Studierenden nicht nur praktische Erfahrungen im nachhaltigen Event- und Destinationsmanagement, sondern auch den Austausch mit internationalen Studierenden und Lehrenden.
Durch die Arbeit an einer realen Aufgabenstellung, die internationale Zusammenarbeit und den direkten Kontakt mit einer Destination erhielten die Teilnehmenden wertvolle Einblicke in aktuelle Herausforderungen und Arbeitsweisen im Tourismusmanagement.
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