Wie verändert sich Arbeit im Tourismus und welche Erwartungen bringen unterschiedliche Generationen mit? Dieser Frage ging die Veranstaltung „Zukunftsdialog Tourismus” zum Thema – “Future of Work” Mitte Jänner an der FHWien der WKW nach. Dieses, von Studierenden organisierte Event, bot Raum für Diskussion, Austausch und praxisnahe Einblicke.
Im Rahmen der Spezialisierung „Event & Kongress Design“ organisierten 17 Studierende des Bachelor-Studiengangs Tourismus-Management den bereits zweiten Zukunftsdialog Tourismus. Begleitet und gecoacht wurden sie dabei von Marie Lechner, Lektorin an der FHWien der WKW und Geschäftsführerin des Austrian Convention Bureau (ACB). Ziel war es, einen Raum zu schaffen, in dem Studierende, Alumni, Lehrende und BranchenexpertInnen einander auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam über die Arbeitswelt von morgen diskutieren können.
Dazu wählten die Studierenden Formate, mit denen reger Austausch und Beteiligung gefördert werden: Live-Podcast, Diskussion und Fishbowl ermöglichten so unterschiedliche Perspektiven und einen offenen Gesprächsrahmen.
Zwischen Generationen, Erwartungen und Kommunikation
Inhaltlich rückten die Themen „Future of Work“ und „New Work“ in den Mittelpunkt. Nach einer Begrüßung und einer inhaltlichen Einordnung durch Studiengangsleiter FH-Prof. Dr. Florian Aubke folgte ein Live-Podcast mit HR-Expertin und Lektorin Mag. Eva Aileen Jungwirth-Edelmann und Sophie Gräf, MA, Academic Expert & Lecturer an der FHWien der WKW , moderiert von Studentin Hannah Reithofer. Der Podcast behandelte moderne Arbeitswelten, veränderte Erwartungen und das Zusammenspiel unterschiedlicher Generationen. Dabei wurde deutlich, dass Work-Life-Balance individuell verstanden wird und weniger von der Quantität der Arbeitszeit als von der Qualität der Arbeit und dem eigenen Gestaltungsspielraum abhängt.
Die Diskussion griff auch Fragen von Vertrauen, Diversität und Kommunikation auf. Unterschiedliche Wertehaltungen und Bedürfnisse prägen den Arbeitsalltag zunehmend und verlangen nach mehr Austausch, Transparenz und gegenseitigem Verständnis. Gerade die Kommunikation zwischen Generationen wurde als zentraler Schlüssel für Motivation und Zusammenarbeit hervorgehoben.
Neue Inputs für die Zukunft der Branche
Im weiteren Verlauf brachte sich auch das Publikum aktiv ein. In der offenen Diskussion wurden bestehende Vorurteile gegenüber jüngeren Generationen hinterfragt und differenziert betrachtet. Gleichzeitig zeigte sich, dass berufliche Wege heute vielfältiger verlaufen und Veränderungen im Lebenslauf zunehmend als Chance wahrgenommen werden.
Die abschließende Fishbowl-Diskussion richtete den Blick auf die Rolle von ArbeitgeberInnen im Tourismus. Der Austausch machte den Wandel am Arbeitsmarkt sichtbar, in dem sich Betriebe stärker um Mitarbeitende bemühen müssen. Ebenso wurde betont, dass Eigenverantwortung und bewusste Entscheidungen für ein Betriebsklima auf beiden Seiten eine wichtige Rolle spielen.
Der Zukunftsdialog Tourismus zeigte, wie stark sich die Branche im Wandel befindet. Kommunikation auf Augenhöhe, individuelle Arbeitsmodelle und neue Formen der Zusammenarbeit gewinnen an Bedeutung. Mit dem Zukunftsdialog Tourismus zum Thema „Future of Work“ haben die Studierenden nicht nur ein praxisnahes Lehrformat umgesetzt, sondern auch einen wichtigen Beitrag für den Tourismus von morgen geleistet. Weitere Zukunftsdialoge zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten sind geplant und sollen diesen Austausch fortsetzen.
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