Stadtentwicklung geht uns alle an – vor allem, wenn wir in Wien wohnen, arbeiten und studieren.
Aus diesem Grund lud Martina Zöbl, Academic Expert & Lecturer im Rahmen einer Ringvorlesung im Studienbereich Management & Entrepreneurship Clemens Horak (Leiter Stadtentwicklung und Stadtplanung der Stadt Wien – MA 18) zu einem Vortrag an die FHWien der WKW ein.
Wien ist seit Jahren die Stadt mit einer der höchsten Lebensqualität weltweit! Wenngleich sie laut der Mercer-Studie und dem britischen „Economist” im „Global Liveability Ranking“ vom 1. auf den 2. Platz gerutscht ist, ist es doch ein großes Privileg, hier studieren, arbeiten und wohnen zu dürfen.
Was hat nun Stadtentwicklung und -Planung mit Managment & Entrepreneurship zu tun? Vieles wie man in dem spannenden Vortrag gesehen hat!
Clemens Horak erklärte anhand des Wien-Plans, wo die Stadt Wien zurzeit steht und was die ihre Zukunftspläne sind.
Den Studierenden vermittelte er ein Verständnis und Bewusstsein:
- für Zielkonflikte, Stakeholdermanagement, Systemzusammenhänge und die Verantwortung öffentlicher Institutionen.
- wie Management umgesetzt werden kann, wenn die Bereiche Raum, Lokalität, Mobilität, Energie, soziale Gerechtigkeit und Wirtschaft untrennbar miteinander verbunden sind.
- Klimaschutz ist ein Muss für jede zukünftige Entscheidung – sowohl im städtebaulichen als auch im unternehmerischen Sinn.
Zudem wurde verdeutlicht, dass langfristige Planungen oftmals aufgrund von restriktiven Budgets leider oft mit Kompromisslösungen umgesetzt werden, die politisch, gesellschaftlich und lokal in den seltensten Fällen konfliktfrei sind.
Unternehmerisch denken in der Stadtentwicklung?
Die Frage ist: Können und dürfen Unternehmen in ähnlich langfristigen Zeithorizonten planen wie Städte, welche Kompromisse kann man eingehen und was geben die Gesetze vor?
In seinem Vortrag über den Stadtentwicklungsplan 2035 ging Clemens Horak auf mehrere parallele Herausforderungen wie Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Flächendruck und gesellschaftliche Transformation ein. Gute Maßnahmen anderer Städte – z. B. skandinavischer Städte – seien oftmals nicht übertragbar, sondern es sind eher Prinzipien, die man als Vorbild nehmen kann.
In der Reflexionen zeigten Studierenden auf, in welchen Punkten Wien als lebenswerte Stadt überzeugt: „Erreichbarkeit und Infrastruktur„. Diskrepanz zwischen Leitbild und gelebter Realität wird „spürbar“, wenn es um Hitze im Stadtraum, steigende Wohnkosten und Nutzungskonflikte im öffentlichen Raum geht.
Ein herzliches Dankeschön an Clemens Horak für seinen umfassenden und faktenbasierten Vortrag und an Martina Zöbl, die wieder eine hörenswerte Ringvorlesung organisierte, die interessante Daten und Fakten für Diskussionen geliefert hat.
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