Pressemitteilung

Neue Studie: Österreichische KMU orten Kommunikations-Defizite in IT-Abteilungen

3. März 2020

Zugleich brauchen Bereiche wie Marketing, HR oder Einkauf mehr IT-Know-how, finden CEOs und HR-Verantwortliche. Neues FH-Studium verbindet IT, Management und Kommunikation.

 

Wien, 03.03.2020 – Mängel in der Kommunikation sind der Hauptgrund für firmeninterne Probleme mit IT-Abteilungen in Österreich. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie des Marktforschungs-Unternehmens Telemark Marketing. Befragt wurden dafür Geschäftsführer und HR-Verantwortliche heimischer Unternehmen.

  • Rund ein Drittel (32 Prozent) findet, dass die MitarbeiterInnen bzw. Verantwortlichen der IT-Abteilung eine für andere Abteilungen oft komplizierte und unverständliche Sprache verwenden.
  • 61 Prozent der Befragten zufolge würde eine bessere Kommunikation zwischen der IT und anderen Abteilungen im Unternehmen helfen, IT-Probleme schneller zu lösen.
  • Die Mehrzahl (54 Prozent) der Umfrage-TeilnehmerInnen erachtet Management-Know-how ebenfalls als wichtige Kompetenz für IT-Verantwortliche.

Die FHWien der WKW sieht sich durch die Studie in der Einführung des neuen Bachelor-Studiengangs Digital Business bestärkt. In dessen Lehrplan sind Kommunikations-Kompetenz ebenso verankert wie die Vermittlung von Know-how zu digitaler Technologie und Management-Wissen.

Studie in Auftrag der FHWien der WKW

Um die Anforderungen an IT-Ausbildungen zu erheben, beauftragte die FHWien der WKW, Österreichs führende Fachhochschule für Management und Kommunikation, das Marktforschungsinstitut Telemark Marketing mit einer Studie. Dafür wurden rund 200 GeschäftsführerInnen und HR-Verantwortliche in ganz Österreich mittels Telefoninterview befragt. Der Großteil der Befragten (82 Prozent) ist in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit bis zu 200 MitarbeiterInnen tätig.

Digitale Transformation führt zu Paradigmenwechsel in den benötigten Kompetenzen

Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen, dass interne Schwierigkeiten mit IT-Abteilungen häufig ihren Grund in mangelhafter Kommunikation haben. „In 55 Prozent der Fälle ist die Kommunikation der Grund für Probleme in der Zusammenarbeit mit der eigenen IT“, konkretisiert Marktforscher Robert Sobotka von Telemark Marketing das Ergebnis. „Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit werden von allen Mitarbeitern der IT erwartet und nicht nur vom IT-Leiter“, so Sobotka. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung und der damit einhergehenden wachsenden Zahl von Projekten mit IT-Implikationen wird Management-Know-how von den Befragten als immer wichtiger betrachtet – und zwar sowohl in der IT-Abteilung als auch in anderen Fachabteilungen von Unternehmen: „61 Prozent der interviewten Geschäftsführer und Personal-Verantwortlichen finden es notwendig, dass diese Fähigkeit vorhanden ist“, informiert Sobotka weiter. Auf der anderen Seite wird IT-Kompetenz zunehmend nicht nur in der IT benötigt, sondern auch in anderen Abteilungen eines Unternehmens wie z. B. im Marketing, der Einkaufsabteilung und der Logistik. „55 Prozent der Studienteilnehmer zufolge benötigen Fachabteilungen wie Marketing, Personal oder Rechnungswesen mehr IT-Know-how“, präzisiert Marktforscher Sobotka.

Neuer Studiengang verknüpft digitale Technologie mit wirtschaftlicher Anwendung

„Digitale Technologie ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Technisches Know-how verbunden mit wirtschaftlichem Denken sowie Kommunikationsgeschick eröffnet den Studierenden die Möglichkeit, ganz vorn im Wirtschaftsleben mitzuspielen“, sagt Lorena Skiljan, Gründerin von Blockchain Austria, die an der Entwicklung des Studiengangs beteiligt war.

„Die Digitale Transformation hat etwas von einer Geschäftsreise in ein Land, dessen Sprache und Kultur man nicht versteht. Entsprechend schwierig ist die Verständigung mit der Bevölkerung – den IT-Fachleuten“, konstatiert Sebastian Eschenbach, Leiter des Department of Digital Economy der FHWien der WKW. Was es brauche, seien – um im Bild der Geschäftsreise zu bleiben – Fremdsprachenkenntnisse und Kommunikationsfähigkeit. Genau diese Kompetenzen vermittelt der neue Studiengang, der digitale Technologie mit wirtschaftlicher Anwendung verknüpft.

Berufsbegleitendes Bachelor-Studium mit 50 Prozent Online-Lehre

Der Bachelor-Studiengang Digital Business wird berufsbegleitend angeboten. „Wir wenden uns damit an Menschen, die sich beruflich bereits mit der Digitalisierung beschäftigen oder dies planen“, betont Sebastian Eschenbach. Das Studium nimmt daher auf die Bedürfnisse Berufstätiger Rücksicht: Die Hälfte des Unterrichts wird online abgehalten.

„Viele Berufsfelder befinden sich durch die digitale Transformation im Umbruch“, erklärt Michael Heritsch, CEO der FHWien der WKW. „Dem daraus entstehenden Bedarf an MitarbeiterInnen, die die Digitalisierung mitgestalten können, tragen wir mit dem kompetenzübergreifenden Studiengang Digital Business Rechnung.“

Bewerbungen um Studienplätze an der FHWien der WKW sind bis 11. Mai möglich

Bis 11. Mai 2020 kann man sich um Studienplätze im Bachelor-Studiengang Digital Business und in den übrigen 17 Bachelor- und Master-Studiengängen der FHWien der WKW bewerben. Informationen dazu bietet die Website der Fachhochschule:
Zur Website der FHWien der WKW

Fotomaterial
Porträt von FH-Prof. Dr. Dr. Sebastian Eschenbach, Head of Department of Digital Economy, FHWien der WKW
Bildrechte: FHWien der WKW
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FHWien der Wirtschaftskammer Wien (WKW)
Die FHWien der WKW ist seit 25 Jahren am Markt und Österreichs führende Fachhochschule für Management & Kommunikation. Eng vernetzt mit heimischen Unternehmen bietet die FHWien der WKW eine ganzheitliche und praxisbezogene akademische Aus- und Weiterbildung für über 2.800 Bachelor- und Master-Studierende. Zwei Drittel der Lehrenden kommen direkt aus der Wirtschaft. Ein exakt auf die Bedürfnisse der Unternehmen zugeschnittenes Lehr- und Forschungsangebot bereitet die AbsolventInnen – bislang rund 11.000 – optimal auf ihre Karriere vor.

 

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Bernhard Witzeling
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