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ISMJ 2022 – Multimediale Reportagen über Medien unter Druck

21. Juli 2022

Bei der ISMJ – International School of Multimedia Journalism 2022 arbeiteten Studierende aus vier Ländern erneut gemeinsam an Multimedia-Beiträgen – heuer zum Thema „Media Under Pressure“. Die TeilnehmerInnen beschäftigten sich mit unterschiedlichen Aspekten des Themas und reflektierten über ihre eigene Rolle.

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Ukrainische Journalismus-Studierende gemeinsam mit dänischen und georgischen Studentinnen zu Gast an der FHWien der WKW. Bei der International School of Multimedia Journalism arbeiteten sie mit Kolleginnen aus Österreich an Multimedia-Reportagen zum Thema „Media Under Pressure“. © FHWien der WKW

Nach zweijähriger coronabedingter Pause fand von 4. bis 14. Juli 2022 wieder die ISMJ International School of Multimedia Journalism statt. Bereits zum achten Mal trafen sich Studierende aus Dänemark, Georgien, Österreich und der Ukraine, um gemeinsam an Multimedia-Reportagen zu arbeiten.

Bei der Recherche lernten die TeilnehmerInnen nicht nur interessante Geschichten, sondern auch kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der journalistischen Arbeit kennen. Dabei hatten die Studierenden neben der Projektarbeit auch sprachliche wie kulturelle Hürden zu meistern. Entstanden sind vier Multimedia-Reportagen, die jeweils einen ganz eigenen Blick auf den Themenbereich werfen.

Media Under Pressure – JournalistInnen und Medienhäuser zunehmend unter Druck

Binnen zehn Tagen mussten die Gruppen Themen recherchieren, Storyboards entwerfen und Interviews führen, Videos schneiden, Texte schreiben und ihre Multimedia-Reportagen gestalten.

Die Projekte im Überblick:

Kulturprogramm und kulinarische Feinheiten

Umrahmt wurde das Projekt dieses Jahr von einem breit gestalteten Kulturprogramm. So erhielten die TeilnehmerInnen eine Führung durch das Wiener Rathaus und konnten bei einem Tagesausflug in die Welterberegion Wachau mitsamt dem Stift Melk erkunden. Abseits der Projektarbeiten blieb den TeilnehmerInnen ausreichend Zeit die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Bei verschiedenen gemeinsamen Abendessen konnten sie sich besser kennenlernen. Kredenzt wurden typische Gerichte der beiden ausrichtenden Gastgeberländer Österreich und Ukraine. So durfte ein Besuch bei einem Wiener Würstelstand genauso wenig fehlen, wie ein ukrainischer Abend mit Wareniki, Borschtsch und Blintschiki. Den Abschluss bildete eine Besuch bei einem Wiener Heurigen.

Solidarität mit der Ukraine

Aufgrund des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine war dieses Jahr eine Umsetzung der Projektwoche an der Partnerhochschule, der Ukrainisch-Katholischen Universität Lwiw, leider nicht möglich. Die Durchführung war allen beteiligten Partnerinstitutionen aber ein besonderes Anliegen und die ISMJ fand daher in einer erweiterten Variante ausschließlich in Wien statt. Dem Projekt kam somit diesmal als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine eine besondere Bedeutung zu.

Die ISMJ wird von der FHWien der WKW und der Ukrainisch-Katholischen Universität Lwiw (Lemberg) organisiert. Sie vernetzt österreichische und ukrainische Journalismus-Studierende. Ziel ist es, das Verständnis für das jeweils andere Land zu fördern. Ergänzt wird das Projekt durch TeilnehmerInnen aus Dänemark und Georgien. In normalen Jahren erarbeiten die Studierenden dabei journalistische Multimedia-Projekte in je einer Woche in Wien und Lwiw im Tandem-Learning.

Multimediales Arbeiten im Fokus

Neben interkulturellem Erfahrungsaustausch stand besonders wieder der Erwerb von Multimedia-Kompetenzen durch die TeilnehmerInnen im Vordergrund: die Arbeit in internationalen Teams mit aktuellen digitalen Tools, der Ausbau journalistischer Grundkompetenzen wie Recherche oder Interviewführung sowie das Erstellen multimedialer journalistischer Beiträge. Im Rahmen einer Schlusspräsentation wurden die entstandenen Arbeiten dann vorgestellt.

Über die ISMJ – International School of Multimedia Journalism

Die ISMJ – International School of Multimedia Journalism wurde nach der Annexion der Krim und dem Beginn des Russisch-Ukrainischen Kriegs 2014 gemeinsam vom Studienbereich Journalism & Media Management der FHWien der WKW, der Ukrainisch-Katholischen Universität Lwiw und dem OeAD-Kooperationsbüro in Lemberg/Lwiw zur Stärkung der Verbindung beider Länder und als Zeichen der Unterstützung der Ukraine ins Leben gerufen. Seit dem zweiten Jahr ihres Bestehens nehmen auch die Danish School of Media and Journalism und das Georgian Institute of Public Affairs als weitere Projektpartner teil.

Das Projekt wird mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF), das OeAD-Kooperationsbüro Lemberg/Lwiw, die OeAD-GmbH, die Stadt Wien und die Kultursektion des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) durchgeführt.

Details über die ISMJ – International School of Multimedia Journalism und alle bisherigen Projektarbeiten können auf der Projekt-Website nachgelesen werden.