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Campus-Blog & News

Wie duales Lernen Hochschule und Berufspraxis verbindet

30. Juli 2026

Forschende am Department of Management der FHWien der WKW entwickeln einen wirksamen und praxisnahen didaktischen Rahmen für die Verbindung von Theorie und Berufspraxis im Rahmen eines dualen Studiums. Florian Aubke, Peter Klinger und Edmund Panzenböck haben ihre Erkenntnisse nun als Beitrag im Buch „Hochschulentwicklung der Zukunft“ veröffentlicht.

Theorie und Praxis systematisch verknüpfen

In dualen Studienprogrammen findet ein wesentlicher Teil des Lernens außerhalb der Hochschule statt. Studierende erwerben Kompetenzen nicht nur in Lehrveranstaltungen, sondern auch in Praxisbetrieben. Damit daraus ein zusammenhängender Lernprozess entsteht, müssen beide Lernorte gezielt miteinander verbunden werden.

Florian Aubke, Peter Klinger und Edmund Panzenböck untersuchen, welche Gestaltungsprinzipien diese Verbindung unterstützen. Ihr Beitrag wurde im Buch „Hochschulentwicklung der Zukunft“ veröffentlicht. Die Publikation widmet sich aktuellen Ansätzen zur Weiterentwicklung von Hochschulen. Die Forschenden der FHWien der WKW bringen darin die Perspektive dualer, berufsorientierter Studienprogramme ein.

Praxisphasen gezielt für Kompetenzentwicklung nutzen

Ihr Ansatz einer konnektivitätsorientierten Didaktik betrachtet Praxisphasen nicht als bloße Ergänzung zum Studium. Vielmehr sollen Hochschule, Praxisbetrieb und Studierende gemeinsam die Verantwortung für die Kompetenzentwicklung übernehmen.

Das vorgeschlagene Modell gliedert die Praxisphase in drei Abschnitte: vor, während und nach dem betrieblichen Einsatz. Zu Beginn werden Lernziele, Rollen und Erwartungen abgestimmt. Während der Praxisphase sichern regelmäßige Gespräche und lernzielbezogenes Feedback die Begleitung. Im Anschluss werden die Erfahrungen gemeinsam reflektiert und für die Weiterentwicklung des Studiums genutzt.

Digitale Instrumente unterstützen diesen Prozess. Lernmanagementsysteme schaffen Transparenz über Ziele und Abläufe. E-Portfolios dokumentieren Lernfortschritte und fördern die Reflexion. Online-Communities ermöglichen zusätzlich den Austausch unter Studierenden.

Theoretische Erkenntnisse praktisch umsetzen

Am Beispiel des dualen Bachelorstudiums Tourismus-Management der FHWien der WKW zeigen die Forschenden, wie sich dieser Ansatz praktisch umsetzen lässt. Ein kontinuierlicher Qualitätskreislauf verbindet Zielklärung, Begleitung, Überprüfung und Weiterentwicklung. So werden Praxisphasen zu planbaren, nachvollziehbaren und lernwirksamen Bestandteilen des Studiums.

Auf Basis dieser Erkenntnisse entwickelt das am Departement of Management der FHWien der WKW angesiedelte und von Edmund Panzenböck geleitete Stadt Wien Kompetenzteam Work Integrated Learning – Konnektivitätsorientierte Praktikumsdidaktik (WILKOP) ein strukturiertes, hochschulweit verankerbares Konzept für Berufspraktika, das Studierende, Praxisbetriebe und Lehrende gleichermaßen einbindet und unterstützt.

Das Buch „Hochschulentwicklung der Zukunft“ ist auf shop.haufe.de erhältlich.