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Campus-Blog & News

Medienwandel als Herausforderung für demokratische Resilienz

23. September 2026

Marian Adolf, Andreas Hess und Gisela Reiter vom Department of Communication stellten bei der European Communications Conference (ECC) 2026 in Brno (Tschechien) eine aktuelle Studie vor, die sich mit den Auswirkungen veränderter Mediennutzung auf die demokratische Resilienz moderner Gesellschaften beschäftigt.

Die ECC26 der European Communication Research and Education Association (ECREA) fand vom 7. bis 11. September 2026 statt und zählt mit rund 1.600 internationalen Delegierten zu den wichtigsten Treffen der europäischen Kommunikationsforschung. Für die FHWien der WKW nahmen Marian Adolf, Andreas Hess und Gisela Reiter vom Department of Communication teil.

Medien verändern den demokratischen Diskurs

Im Mittelpunkt ihres Vortrags stand die Frage, welche Folgen die zunehmend fragmentierte und personalisierte Medienlandschaft für demokratische Gesellschaften hat. Während traditionelle Medien früher ein weitgehend gemeinsames Informations- und Unterhaltungsangebot bereitstellten, verteilt sich die Aufmerksamkeit heute auf zahlreiche digitale Quellen. Dabei beeinflussen Algorithmen zunehmend, welche Inhalte einzelne Menschen zu sehen bekommen.

Voraussetzungen für demokratische Resilienz

In der präsentierten Studie werden zwei zentrale Voraussetzungen für demokratische Resilienz unterschieden. Einerseits benötigen BürgerInnen eine verlässliche Informationsbasis, um politische Entscheidungen abwägen zu können. Desinformation und übersteigerte Parteilichkeit können dieses Fundament jedoch schwächen. Andererseits sind gemeinsame kulturelle Bezugsrahmen von Bedeutung: Geschichten, Symbole und Medienerlebnisse, die gesellschaftsweit geteilt werden, werden in einer individualisierten Medienwelt immer seltener.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass mediale Fragmentierung mehr ist als eine Begleiterscheinung des digitalen Wandels. Sie kann die gemeinsamen Kommunikationsgrundlagen einer Gesellschaft beeinträchtigen. Deshalb ist es umso wichtiger, Wege zu finden, die den Austausch über politische Lager, kulturelle Präferenzen und digitale Medienstrukturen hinweg ermöglichen.

>> Weitere Informationen zur Forschung am Department of Communication