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Campus-Blog & News

Lernen durch Machen: Studierende organisieren Exkursionen selbst

30. Juli 2026

Wie entsteht ein gelungenes Projekt? Dieser Frage gingen Studierende des Bachelor-Studiengangs Tourismus-Management der FHWien der WKW nicht nur theoretisch nach – sie entwickelten selbst die Antwort. Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Angewandtes Projektmanagement“ konzipierten Kleingruppen eigenständig zweitägige Exkursionen und übernahmen dabei sämtliche Schritte der Projektplanung.

Den Abschluss der Planungsphase bildete eine Pitch-Runde, in der alle Teams ihre Konzepte vor der gesamten Kohorte präsentierten. Anschließend entschieden die Studierenden demokratisch, welche Projekte umgesetzt werden. Die ausgewählten Konzepte wurden schließlich Realität: Im Juni 2026 führten vier Fahrten nach Langenlois, Retz sowie zweimal nach Budapest.

Projektmanagement unter realen Bedingungen

Die Lehrveranstaltung vermittelt weit mehr als theoretisches Wissen. Die Studierenden erleben den gesamten Projektzyklus – von der ersten Idee über die Organisation bis zur tatsächlichen Umsetzung. Dabei galt es, Zeitpläne zu erstellen, Budgets einzuhalten, Programme zu entwickeln und mit externen PartnerInnen professionell zu kommunizieren. Die Studierenden konnten so unmittelbar erleben, welche Herausforderungen in der Planung komplexer Projekte entstehen und wie wichtig Teamarbeit, Flexibilität und eine sorgfältige Vorbereitung für den Projekterfolg sind.

Vier Destinationen – unterschiedliche Perspektiven auf Tourismus

Die Exkursionen führten in vier touristisch unterschiedliche Regionen und ermöglichten vielfältige Einblicke in das Destinationsmanagement.

In Langenlois stand der Wein- und Kulinariktourismus im Mittelpunkt. Im LOISIUM Wine & Spa erhielten die Studierenden Einblicke in die Verbindung von Hotellerie, Architektur, Wellness und Storytelling als Bestandteil eines ganzheitlichen Gästeerlebnisses. Bei einer geführten Weinwanderung wurde deutlich, wie Landschaft und regionale Identität zu einem touristischen Angebot verschmelzen. Außerdem besuchten sie den Tourismusverband sowie die Weinwelt mit Weinkeller, wo Wein nicht nur erklärt, sondern auch erlebbar gemacht wurde.

Die Exkursion nach Retz widmete sich ebenfalls dem Weintourismus, legte den Fokus jedoch stärker auf die touristische Wertschöpfung innerhalb einer Region. Nach einer Führung durch das neu eröffnete Stadthotel Sgrafit erkundeten die Studierenden den Retzer Erlebniskeller. Eine Weinwanderung mit Verkostungen, der Besuch der historischen Windmühle sowie Vorträge von regionalen Tourismus-ExpertInnen zeigten, wie Weinbau, Kulinarik und Events gemeinsam eine Destination prägen.

Gleich zwei Exkursionen führten nach Budapest, wobei unterschiedliche Aspekte des Städtetourismus beleuchtet wurden. Eine Gruppe setzte ihren Schwerpunkt auf das Zusammenspiel von Kulinarik, Wellness und Destinationsmanagement. Nach einer Führung durch die Große Markthalle besuchten die Studierenden die Partnerhochschule Budapest University of Economics and Business sowie den Tourismusverband Visit Budapest. Fachvorträge vermittelten Einblicke in die touristische Entwicklung der ungarischen Hauptstadt, während Programmpunkte wie eine Donau-Bootsfahrt, der Besuch des Széchényi-Heilbads und ein Baumkuchen-Workshop zeigten, wie klassische Sehenswürdigkeiten mit interaktiven Erlebnissen kombiniert werden können.

Lernen, das in Erinnerung bleibt

Die vier Exkursionen zeigen beispielhaft, wie praxisorientiertes Lernen im Bachelor-Studiengang Tourismus-Management umgesetzt wird. Aus einer Projektidee entstanden reale Exkursionen, die nicht nur fachliche Einblicke ermöglichten, sondern auch die organisatorischen und persönlichen Kompetenzen der Studierenden stärkten.

So wurde aus einem Projekt im Hörsaal ein praxisnahes Lernerlebnis.

>> Mehr Informationen über den Bachelorstudiengang Tourismus-Management