Gerald Schneikart, Project Leader & Senior Researcher am IDS an der FHWien der WKW, wurde bei der „International Conference on Management of Technology and Sustainable Production“ (MOTSP 2026) in Zadar mit dem „Best Presentation Award“ ausgezeichnet. Prämiert wurde seine Präsentation zu den Auswirkungen generativer KI auf Logistikorganisationen und deren Mitarbeitende.
KI-Auswirkungen auf Prozesse, Mitarbeitende und Organisationen
Die prämierte Präsentation mit dem Titel „A research framework for the evaluation of operational impacts of AI solutions in logistics use cases” entstand in Zusammenarbeit mit dem FHWien-Forschungs- und IDS-Leiter Walter Mayrhofer. Sie beschäftigt sich mit einer zentralen Frage der digitalen Transformation: Wie lässt sich der tatsächliche Mehrwert von KI in Logistikunternehmen bewerten?
Im Mittelpunkt der Forschung steht die Analyse der Auswirkungen generativer KI auf Prozesse, Mitarbeitende und Organisationen. Die vorgestellten Ergebnisse zeigen, dass der Einsatz von KI derzeit vor allem zur Unterstützung wissensintensiver Tätigkeiten wie Informationsverarbeitung, Dokumentation, Übersetzung, Recherche oder softwarebezogener Aufgaben genutzt wird. Eine umfassende Integration in zentrale Logistikprozesse befindet sich hingegen noch in einem frühen Stadium. Instrumente und Methoden zur Bewertung der Auswirkungen von KI – auch aus finanzieller Sicht – scheinen gänzlich zu fehlen, obwohl sie erforderlich wären.
KI-Anwendungen verändern Anforderungen und Arbeitsweisen
Die Forschungsergebnisse machen deutlich, dass die Bewertung von KI-Lösungen nicht allein auf Effizienz- oder Automatisierungsgewinne beschränkt werden sollte. Vielmehr verändern KI-Anwendungen auch Kompetenzanforderungen, Arbeitsweisen und organisatorische Routinen. Ein zentrales Ergebnis ist daher der Bedarf an geeigneten Methoden, um die Auswirkungen von KI auf Menschen und Organisationen systematisch zu erfassen.
Die vorliegende Arbeit ist Teil des von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) geförderten Forschungsprojekts SIBORC. Ziel des Projekts ist es, die potenziellen Auswirkungen generativer KI-Lösungen in mehrwegorientierten Logistiksystemen zu analysieren und deren Nutzen für verschiedene Stakeholdergruppen zu bewerten.
Durch die Auszeichnung bei den MOTSP 2026 erlangt die Forschungsarbeit am IDS der FHWien der WKW internationale Sichtbarkeit und unterstreicht die Bedeutung evidenzbasierter Ansätze für den verantwortungsvollen Einsatz von KI in der Logistik.