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Campus-Blog & News

Nachhaltige Immobilienentwicklung im Fokus der ERES 2026

15. Juli 2026

Die European Real Estate Society (ERES) Conference 2026 brachte von 1.-4. Juli 2026 internationale Immobilien-ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis nach Wien.

Gruppenfoto
© ERES Conference 2026
Eine Frau bei einer Präsentation
© ERES Conference 2026
Zwei lächelnde Personen
© ERES Conference 2026
Personen bei einem Gespräch
© ERES Conference 2026
Gruppenfoto
© ERES Conference 2026
Eine Frau hält eine Präsentation
© ERES Conference 2026
Ein voller Hörsaal
© ERES Conference 2026
Gruppenfoto
© ERES Conference 2026
Gruppenfoto
© ERES Conference 2026

Die FHWien der WKW war mit dem Studienbereich Real Estate Management mehrfach vertreten und setzte in der Organisation, im wissenschaftlichen Austausch und mit einer Keynote zur nachhaltigen Immobilienentwicklung wichtige Akzente. Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden eine Plattform für Vernetzung, Erfahrungsaustausch und den Ausbau internationaler Kooperationen.

Research Associate Martina Hoffmann war als Conference Co-Chair des Local Organizing Committee maßgeblich an der Organisation der ERES 2026 beteiligt. Darüber hinaus übernahm sie den Chair des Panels „Sustainable Real Estate“, in dem aktuelle Forschungsarbeiten und Entwicklungen rund um nachhaltige Immobilien diskutiert wurden.

Keynote zur Zukunft des europäischen Gebäudebestands

Ein weiterer Höhepunkt der Konferenz war die Keynote von FH-Prof.in Dipl.-Ing.in Dr.in techn. Anna-Vera Deinhammer, Endowed Chair for Sustainable Real Estate Development an der FHWien der WKW. Unter dem Titel „Renovation as the Core Asset Strategy: Rethinking the Value of the European Building Stock under the Circular Transition“ stellte sie die Rolle der Gebäudesanierung im Kontext der Kreislaufwirtschaft in den Mittelpunkt. Ermöglicht wurde die Keynote durch die ÖGNI (Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft), die als Sponsorin der ERES 2026 den Keynote-Slot unterstützte.

Ausgangspunkt ihrer Keynote war die Frage, wie sich der Wert des europäischen Gebäudebestands unter den Rahmenbedingungen der Circular Transition verändert. Während Sanierungen bislang häufig als Kostenfaktor betrachtet wurden, argumentierte Anna-Vera Deinhammer, dass sie künftig zur zentralen Strategie für den Werterhalt und die Wertentwicklung von Immobilien werden.

Dabei hob sie drei grundlegende Entwicklungen hervor:

  • Materialien entwickeln sich vom Verbrauchsgut zum langfristig erhaltenen Vermögenswert.
  • Gebäude, die Effizienz, CO₂-Bilanz und Sanierungspfad nicht nachweisen können, werden am Markt zunehmend mit einem Risikoabschlag („Brown Discount“) bewertet.
  • Transparente Gebäudedaten und Dokumentation werden selbst zu einem entscheidenden Wertfaktor.

Diese Veränderungen führen dazu, dass bestehende Gebäude künftig als strategische Ressource und nicht länger als Materiallast verstanden werden. Der Gebäudebestand wird dabei als Speicher von Optionen und als langfristiger Vermögenswert neu-interpretiert, dessen zukünftiger Wert zunehmend von regulatorischen Anforderungen und Marktbedingungen geprägt wird.

Internationale Vernetzung am Women in Real Estate Lunch

Zusätzlich organisierte Martina Hoffmann gemeinsam mit Hannah Salzberger von der Universität Regensburg den Women in Real Estate Lunch. Anna-Vera Deinhammer hostete hierzu einen Roundtable zum Thema „Circular Economy“, wo die Frage diskutiert wurde wie die Kreislaufwirtschaft von einer Compliance-Anforderung zu einer strategischen Entscheidung im Portfolio- und Anlagemanagement entwickelt kann.

>> Mehr Informationen über den Studienbereich Real Estate Management

>> Mehr Informationen über die Stiftungsprofessur Sustainable Real Estate Development