Fake News erkennen, Quellen verifizieren, KI-Tools verstehen: Fünf Studierende der FHWien der WKW beschäftigten sich Anfang Mai beim Erasmus+ Blended Intensive Program „AI & Journalism“ in Madrid mit den Herausforderungen des digitalen Journalismus. Gemeinsam mit internationalen TeilnehmerInnen diskutierten sie über Desinformation, Verifikation und die Zukunft journalistischer Arbeit im Zeitalter Künstlicher Intelligenz.
Im Rahmen eines Erasmus+ Blended Intensive Program (BIP) zum Thema „AI & Journalism“ arbeiteten sie eine Woche lang gemeinsam mit Studierenden aus verschiedenen europäischen Ländern an den Herausforderungen und Zukunftsfragen des digitalen Journalismus. Im Mittelpunkt des Programms standen aktuelle Themen wie Desinformation, Fake News, Verification Tools und der Einsatz von KI im Newsroom.
Verifikation in der Praxis
In Workshops und interaktiven Sessions analysierten die TeilnehmerInnen, wie sich journalistische Arbeit durch neue Technologien verändert und warum sorgfältige Verifikation gerade in Zeiten algorithmischer Informationsflüsse wichtiger wird.Besonders praxisnah wurde das Programm beim Besuch einer News Verification Agency. Dort erhielten die Studierenden Einblicke in professionelle Fact Checking und Verifikationsprozesse. Sie lernten, wie manipulierte Inhalte erkannt, digitale Quellen geprüft und Informationen abgesichert werden.
Internationale Zusammenarbeit als Teil der Erfahrung
Neben den fachlichen Inputs spielte auch die Zusammenarbeit in internationalen Teams eine zentrale Rolle. In Gruppenarbeiten und interkulturellen Aktivitäten tauschten sich die TeilnehmerInnen über unterschiedliche Medienrealitäten, journalistische Standards und gesellschaftliche Herausforderungen aus.
Gerade diese Mischung aus fachlicher Diskussion und internationaler Perspektive machte das Programm für viele besonders wertvoll. Denn Fragen rund um KI, Vertrauen und Desinformation betreffen längst nicht mehr einzelne Länder, sondern den globalen Medienraum.
Gesucht: Der Newsroom 2036
Zum Abschluss entwickelten die Studierenden in Teams ihre Visionen für den „Newsroom 2036“. Die Projekte beschäftigten sich unter anderem mit KI gestützten Redaktionsprozessen, neuen Formen der Publikumsinteraktion und der Frage, wie journalistische Glaubwürdigkeit in Zukunft gesichert werden kann.
Die Präsentationen zeigten: Technologische Innovation und journalistische Verantwortung werden künftig noch stärker zusammengedacht werden müssen.
Dank an die GastgeberInnen in Madrid
Ein besonderer Dank gilt der Universidad Francisco de Vitoria (UFV) für die Organisation und Gastfreundschaft. Vor allem Martha Molinez Diez begleitete das Programm mit großem Engagement, Offenheit und viel Gespür für die internationale Gruppe.
So wurde der Aufenthalt in Madrid nicht nur fachlich, sondern auch persönlich zu einer wertvollen Erfahrung für die Studierenden.