Von Wien nach Amsterdam: Nachdem die letzte Ausgabe der BIP „Family Business & Entrepreneurship“ an der FHWien der WKW stattgefunden hat, ging es im Mai für 15 Studierende im Zuge des Erasmus+ Blended Intensive Programme (BIP) an die Amsterdam University of Applied Sciences.
Gemeinsam mit Studierenden aus den Niederlanden, der HWR Berlin und der Kozminski University in Polen arbeiteten sie eine Woche lang an praxisnahen Fragestellungen rund um Familienunternehmen und Entrepreneurship in der digitalen Ära.
Forschung zu Familienunternehmen
Das diesjährige BIP stand unter dem Titel „Family Business & Entrepreneurship: Challenges in the Digital Era“. Erste Forschungsergebnisse wurden während der Programmwoche präsentiert und mit Studierenden sowie Lehrenden der Partnerhochschulen diskutiert. Besonders erfolgreich verlief die Abschlusspräsentation für die Studierenden der FHWien der WKW: Carmen Rathmair, Paul Zulehner, Temirlan Makeshev, Florian Marchsteiner und Lea Marie Hofer wurden für ihre Arbeit mit einem der „Best Family Business Presentation Awards“ ausgezeichnet.
Einblicke in erfolgreiche Familienunternehmen
Neben der wissenschaftlichen Arbeit standen auch Vorträge auf dem Programm. Besonders interessant war die Präsentation von Westland Kaas, einem niederländischen Familienunternehmen mit rund 90 Jahren Geschichte. Dieser traditionsreiche Betrieb wird bereits in dritter und vierter Generation geführt und die Studierenden erfuhren wie sich Eigentümerstrukturen und Unternehmensführung über mehrere Generationen hinweg verändert haben. Eine Verkostung der Produkte rundete den Besuch ab.
Ein weiteres Highlight war die Exkursion zu Loogman Carwash in Aalsmeer, ein Familienunternehmen, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1959 zurückreichen. Aus einem regionalen Milchtransporter entwickelte sich über mehrere Generationen hinweg eine Unternehmensgruppe, die heute zu den bekanntesten Anbietern von Carwash-Services in den Niederlanden zählt, aber auch Gastrobetriebe, Golfplätze und Supermärkte zu seinem Portfolio hält.
Marketing-Challenge für das Moco Museum
Praxisorientiertes Lernen stand auch bei einer internationalen Marketing-Challenge im Mittelpunkt. Nach einem Besuch des Moco Museum Amsterdam entwickelten die Studierenden in internationalen Teams neue Affiliate Marketing-Konzepte für das Museum.
Dabei konnten die Studierenden der FHWien der WKW erneut überzeugen: Die Teams von Amelie Bittner und Paul Zulehner erreichten den ersten bzw. dritten Platz im Wettbewerb.
Die Aufgabe bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihr Wissen aus dem Studium unmittelbar anzuwenden und gemeinsam mit internationalen KollegInnen an realen Herausforderungen zu arbeiten.
Alexander Holzbauer, berufsbegleitender Student der FHWien der WKW war von der Kombination aus fachlichen Beiträgen und internationaler Erfahrung begeistert: „Eine ganze Woche hat man die Möglichkeit, eine Stadt, eine Hochschule und ein kulturelles Angebot von einer neuen Seite kennenzulernen, während einem ein abwechslungsreiches Programm, inklusive spannender Vorträge, geboten wird. Es wird eine anstrengende und intensive Woche, nach der man sicher ein paar Tage Erholung braucht, aber ich möchte diese Erfahrung nicht missen und hab die Woche Urlaub gerne dafür aufgebracht.“
Lernen über Ländergrenzen hinweg
Das Erasmus+ Blended Intensive Programme verbindet internationale Zusammenarbeit, wissenschaftliches Arbeiten und praxisorientiertes Lernen. Für die 15 Studierenden der FHWien der WKW bot die Woche in Amsterdam die Gelegenheit, gemeinsam mit Studierenden aus den Niederlanden, Deutschland und Polen an aktuellen Fragestellungen zu arbeiten, neue Perspektiven kennenzulernen und wertvolle Erfahrungen für ihren weiteren Berufsweg zu sammeln.
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