Vom 1. bis 5. Juni 2026 nahmen fünf Studierende der FHWien der WKW am Erasmus+-Projekt „Europe on Air“ in Sofia, Bulgarien, teil. Das seit vielen Jahren bestehende Projekt bringt Studierende aus verschiedenen europäischen Ländern zusammen, um sich mit aktuellen Medien- und Gesellschaftsthemen auseinanderzusetzen. Neben Österreich waren in diesem Jahr Bulgarien, Belgien, Finnland, Georgien und Spanien vertreten.
Die Projektarbeit begann bereits vor der Reise. Alle teilnehmenden Hochschulen produzierten ein 15-minütiges Radiofeature zum Oberthema „How Social Media Affects Social Change“. Die österreichische Gruppe untersuchte dabei, wie Social Media Rassismus in Österreich verstärken kann.
Zu Beginn der Projektwoche wurden die Beiträge aller Länder gemeinsam angehört und diskutiert. Dabei zeigte sich, wie unterschiedlich soziale Medien gesellschaftliche Entwicklungen beeinflussen können. Die Themen reichten von Dating-Kulturen und Running Clubs bis hin zur Relevanz von Social Media für KünstlerInnen.
Gemeinsam recherchieren, voneinander lernen
Im weiteren Verlauf des Projekts wurden die Studierenden in internationale Teams eingeteilt und entwickelten gemeinsam neue journalistische Beiträge. Im Fokus standen Themen wie Fact-Checking, Deepfakes oder das Phänomen „BookTok“. Dafür führten die Gruppen Interviews mit ExpertInnen und InfluencerInnen sowie Straßenumfragen in Sofia.
Besonders wertvoll war die Zusammenarbeit in den internationalen Teams. Studierende mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen, Erfahrungen und Perspektiven arbeiteten eine Woche lang gemeinsam an einem Projekt. Trotz verschiedener Arbeitsweisen, Sprachen und kultureller Unterschiede entstand schnell ein Teamgefühl und die Möglichkeit, voneinander zu lernen und neue Blickwinkel kennenzulernen.
Fachvorträge sowie der Besuch eines KI-Datenzentrums mit Supercomputer ergänzten das Programm. Sie boten spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz.
Das Highlight: Internationale Begegnungen
Neben den journalistischen Projekten stand vor allem der interkulturelle Austausch im Mittelpunkt der Woche. Neue Freundschaften, internationale Kontakte und wertvolle Einblicke in andere Lebensrealitäten machten das Projekt zu einer besonderen Erfahrung.
Auch die bulgarische Kultur kam nicht zu kurz: In einem Tanzworkshop lernten die Teilnehmenden traditionelle bulgarische Kreistänze kennen. Beim gemeinsamen Abschlussdinner konnten die neu erworbenen Kenntnisse direkt angewendet werden.
Ein besonderer Dank gilt der Sofia University St. Kliment für die Organisation des Projekts, die abwechslungsreichen Programmpunkte und die herzliche Gastfreundschaft. Europe on Air zeigte einmal mehr, wie wertvoll internationale Zusammenarbeit sein kann – sowohl für die journalistische Ausbildung als auch für den persönlichen Horizont.