Künstliche Intelligenz verändert nicht nur Prozesse, sondern auch die Anforderungen an Leadership, Entscheidungsfindung und Zusammenarbeit. Genau diesen Spannungsfeldern widmete sich der Vortrag „KI trifft Leadership“ für Studierende des Studienbereichs Management & Entrepreneurship von Mag.a Simone Scholz an der FHWien der WKW.
Mit ihrer langjährigen Erfahrung als Data Scientist bei A1 Telekom Austria sowie ihrer heutigen Tätigkeit als KI-Trainerin und Strategin vermittelte Simone Scholz praxisnahe Einblicke in den strategischen Einsatz von KI in Organisationen. Besonders im Fokus standen dabei Themen wie verantwortungsvoller KI-Einsatz, „Fair AI“, „Female AI“ sowie die Frage, welche Kompetenzen Führungskräfte künftig benötigen.
KI-Nutzung im Studienalltag
Die Diskussionen und Reflexionen zeigten deutlich, wie präsent KI bereits im Studien- und Berufsalltag ist:
Gerade von Studierenden wird KI als „Game Changer“ für Effizienz, Strukturierung und Wissensaufbereitung wahrgenommen. Gleichzeitig wurden Risiken wie Halluzinationen, Qualitätsverlust, Abhängigkeit, Datenschutz und der Verlust kritischen Denkens intensiv reflektiert. In der Diskussion betonten viele Studierende, dass KI vor allem bei Routineaufgaben, Zusammenfassungen und Strukturierungsprozessen unterstützt – die Verantwortung, Interpretation und finale Entscheidung jedoch beim Menschen bleiben müssen. Ebenso spannend war die Diskussion rund um die Verschiebung von operativer Tätigkeit hin zu Steuerung, Interpretation und kritischer Bewertung von KI-generierten Ergebnissen. Außerdem wurde auch die zunehmende Bedeutung von Kompetenzen wie kritischem Denken, Prompting, Reflexionsfähigkeit und digitaler Urteilskompetenz mehrfach hervorgehoben.
Studierenden-Stimmen zum Thema KI
Einige Aussagen bringen die Diskussion besonders treffend auf den Punkt:
„KI sollte unterstützen, aber nicht ersetzen.“
„Die eigene Kreativität und das selbstständige Denken bleiben entscheidend.“
„KI ist stark in Geschwindigkeit und Strukturierung – aber schwach in Kontextsensibilität und Verantwortung.“
„Führungskräfte werden künftig stärker zu Enablern und strategischen Orchestratoren.“
Besonders eindrucksvoll empfanden viele die Auseinandersetzung mit KI-generierten Bildern und Deepfakes sowie die Diskussion rund um den „Gender AI Gap“ und gesellschaftliche Auswirkungen technologischer Entwicklungen.
Martina Zöbl hat diesen Vortrag für die Bachelor- und Master-Studierenden des Studienbereichs Management & Entrepreneurship organisiert. Vielen Dank an Simone Scholz für die spannenden Impulse, die kritischen Perspektiven und die praxisnahe Diskussion zu einem Thema, das Wirtschaft, Management und Hochschulbildung nachhaltig prägen wird.
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