| Name | Larissa Rausch |
| Organisation & aktuelle Position | Redakteurin und Moderatorin, ORF NEWS |
| Studiengang | Master Journalismus und Neue Medien |
| Abschlussjahr | 2025 |
| Lieblingsfach | AV-Medien / Schreibwerkstatt |
| Datum | 2.9.2026 |
Über mich
Als gebürtige Kärntnerin bin ich nach der Matura nach Wien gezogen, um Jus zu studieren. Das Studium hat mich immer interessiert, gleichzeitig wollte ich aber auch meinem Kindheitstraum Journalismus nachgehen. Nach meinem Mag. iur. habe ich deshalb den Master Journalismus & Neue Medien absolviert. Heute arbeite ich als Redakteurin und Moderatorin bei ORF News und kann mit meiner Rubrik „Recht Konkret“ meine beiden Leidenschaften miteinander verbinden.
Was hat dein Interesse am Journalismus geweckt und warum hast du dich damals für das Studium an der FHWien der WKW entschieden?
Seit ich denken kann, war es meine Leidenschaft, Fragen zu stellen. Ich erinnere mich noch gut daran, dass meine KlassenkameradInnen eine Freude mit mir hatten, weil ich unsere LehrerInnen manchmal so lange in Gespräche verwickelt habe, dass sie vergessen haben, mit dem Stoff weiterzumachen. Dabei ging es mir gar nicht darum, mich hat es wirklich interessiert. Und das ist bis heute so.
Das Studium an der FHWien der WKW war für mich deshalb die perfekte Ergänzung: einerseits zu meinem Jusstudium, andererseits zu meinen praktischen Erfahrungen in der Medienwelt. Ich wollte auch die Theorie dahinter und vor allem das journalistische Handwerk von Grund auf lernen.
Was machst du heute beruflich und wie bist du dorthin gekommen?
Heute arbeite ich als Redakteurin und Moderatorin bei ORF News. Besonders freue ich mich über meine eigene Rubrik „Recht Konkret“ in der Sendung „konkret“, in der ich juristische Themen möglichst verständlich und alltagsnah aufbereite und moderiere. Auf ORF ON ist „Recht Konkret“ auch als eigenes Format abrufbar. Damit kann ich heute genau jene beiden Bereiche miteinander verbinden, die mich schon während meiner Ausbildung begleitet haben: Recht und Journalismus.
Mein Weg dorthin führte über verschiedene Praktika, Ausbildungen und Trainings. Vor rund fünf Jahren bin ich zum ORF gekommen und war zunächst in der Unterhaltung, später wechselte ich zu den News.
Welcher Moment aus dem Studium ist dir besonders in Erinnerung geblieben?
Besonders gerne erinnere ich mich an die Schreibwerkstatt, unter anderem bei der von mir sehr geschätzten Julia Ortner. Schon in der Schule habe ich den Deutschunterricht geliebt und mich dort ein bisschen daran zurückerinnert gefühlt.
Die Schreibwerkstatt war definitiv zeitintensiv, aber gerade deshalb habe ich unglaublich viel daraus mitgenommen.
Welche Fähigkeit oder Arbeitsweise aus dem Studium kannst du in deinem heutigen Beruf besonders gut gebrauchen?
Sehr vieles. Der FHWien der WKW gelingt es meiner Meinung nach besonders gut, Studierende auf die tatsächliche Arbeit in einer Redaktion vorzubereiten. Vom Sprechtraining über Radio und Fernsehen bis hin zum journalistischen Schreiben bekommt man eine sehr breite praktische Basis.
Ein ganz konkretes Beispiel ist für mich die Arbeit mit dem Audioschnittprogramm DIGAS. Bei ORF News produzieren wir immer wieder auch Beiträge für das Radio und ich bin jedes Mal froh über die Schnittkenntnisse, die ich bereits im Studium erworben habe.
Hat sich dein Berufswunsch, den du als Erstsemestrige hattest, verändert? Falls ja, was hat diese Entwicklung beeinflusst?
Mein grundsätzlicher Wunsch hat sich nicht verändert: Ich wollte journalistisch arbeiten, Geschichten erzählen und Menschen Fragen stellen – im allerbesten Fall im Fernsehen.
Das darf ich heute machen und bin wirklich sehr glücklich darüber.
Was gefällt dir an der Arbeit als Journalistin besonders?
Hier schließt sich die Klammer zu meiner ersten Antwort: Ich darf beruflich neugierig sein und Fragen stellen. 😊
Mich begeistert außerdem, dass ich mich ständig mit neuen Menschen und Themen beschäftigen darf. Kein Arbeitstag ist genau wie der andere. Es ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf.
Was ist derzeit eine besondere Herausforderung in deinem Berufsalltag und wie gehst du damit um?
Ich habe den Anspruch, journalistische Inhalte so korrekt wie möglich aufzubereiten. Bei „Recht Konkret“ kommt noch eine besondere Herausforderung dazu: Rechtliche Themen sollen möglichst einfach und verständlich erklärt werden, ohne dabei so stark zu vereinfachen, dass wichtige Details verloren gehen.
Diese Balance ist nicht immer einfach. Gleichzeitig macht für mich genau das den Reiz des Formats aus: komplexe Inhalte so aufzubereiten, dass sie für möglichst viele Menschen verständlich und im Alltag tatsächlich hilfreich sind.
Was würdest du InteressentInnen raten, die über ein Journalismus-Studium nachdenken, aber noch unsicher sind?
Wenn ihr später im Journalismus arbeiten möchtet, ist das Studium aus meiner Sicht eine sehr gute Wahl. Die Kombination aus Theorie und Praxis schafft eine solide Basis für die Arbeit in einer Redaktion – und man kann schon während des Studiums sehr unterschiedliche Bereiche ausprobieren.
Für alle, die einen Magister haben: Man kann den Master auch auf einen Magister machen! Ein Bachelorabschluss ist nicht zwingend notwendig und das Masterstudium steht allen offen, die zuvor ein Fachstudium abgeschlossen haben.
Wenn Zeit und Geld keine Rolle spielten: Was würdest du gerne verwirklichen?
Ich würde wahrscheinlich für einige Monate um die Welt reisen – und dabei trotzdem nicht aufhören, Menschen Fragen zu stellen. 😊