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Kommunikationswirtschaft

Cornelia Ertl

Name Cornelia Ertl
Organisation & Position Chefin/CEO/Founder von WORD! VIENNA
Studiengang FH KOMM BB
Abschlussjahr 2011
Wahlpflichtfach (wenn BA) Eventmanagement
Datum 23.09.2016
(c) Peter Jablonowski

Warum ich mich für mein Studium entschieden habe?

Offen gesagt hatte ich nie vor zu studieren. Ich war immer überzeugt davon, dass man auch ohne Titel erfolgreich sein kann. Mit den unterschiedlichen Möglichkeiten der Weiterbildung habe ich mich erst befasst, als ich einen Job hatte, der mich zwar offiziell 40 Stunden beschäftigen sollte, mich aber zeitlich und inhaltlich ganz und gar nicht ausgefüllt hat. Um die ungenutzte Zeit sinnvoll zu nutzen, habe ich mich für das berufsbegleitende Studium entschieden.

Reden und Schreiben zählen seit jeher zu meinen größten Leidenschaften. Somit war klar: Kommunikation oder gar nichts!

Beruflicher Werdegang (vor, während und nach dem Studium)?

Mein Lebenslauf hat sehr viele Stationen. Begonnen habe ich meinen beruflichen Werdegang im Bereich Tourismus. Meine ersten „Gehversuche“ (abgesehen von neun Monaten Pflichtpraktikum während der HBLA Ausbildung) startete ich nach meiner Matura als Rezeptionistin in diversen Hotels. Mir war allerdings schnell klar, dass ich in der Hotellerie nicht glücklich werde.

Danach war ich einige Jahre für den ORF tätig, zunächst als Marketingassistentin und später als jüngste Direktionsassistentin in einer ORF Direktion, in dem Fall: Online und Neue Medien.

Als nächstes war ich als Vorstandsassistentin für ein renommiertes österreichisches Immobilienunternehmen tätig. Zu der Zeit habe ich auch mit dem berufsbegleitenden Studium begonnen.

Nach Beendigung dieser Tätigkeit habe ich ein Semester in Australien verbracht und war danach noch einige Monate als Kommunikations-Managerin in einer Design-Agentur tätig.

Nach Abschluss des Studiums war ich sehr lange erfolglos auf Jobsuche. Mit ein Grund dafür, dass ich im Juni 2012 – gemeinsam mit einem Partner – meine eigene Firma gegründet habe.

Wenn berufsbegleitend, wie habe ich es geschafft, Job und Studium zu vereinbaren?

Nachdem mich mein 40-Stunden-Job damals nicht voll ausgelastet hat, konnte ich die während des Arbeitstages zur Verfügung stehenden zeitlichen Ressourcen perfekt für mein Studium nutzen. Diese Situation gestaltete sich später erheblich schwieriger. Praktisch das ganze Leben spielt sich für den Zeitraum des Studiums in der Arbeit und in der FH ab. Auch die Wochenenden sind fast ausschließlich für Lehreinheiten, Projektarbeiten oder Prüfungsvorbereitungen reserviert. Man braucht jede Menge Durchhaltevermögen, einen starken Willen und sowohl im privaten Umfeld als auch im Job und innerhalb der FH verständnisvolle und durch und durch „coole“ Leute, die einen unterstützen und einem dabei helfen alles unter einen Hut zu bekommen.

Wie konnte/kann ich das Gelernte im Beruf umsetzen?

Ich konnte nicht nur das Gelernte im Beruf umsetzen, sondern dank des berufsbegleitenden Studiums auch Erfahrungen aus dem Beruf direkt ins Studium mit einbringen. Diese Kombination aus Theorie und Praxis macht meiner Meinung nach einen großen Teil des Lernerfolgs aus.

Vor allem als Selbstständige profitiere ich sehr von meinem Studium. Zum einen, weil einem Leute – vor allem zu Beginn, wenn man als Firma kaum Referenzen vorzuweisen hat – mit einem Titel auf der Visitenkarte tatsächlich auch ohne vorliegendes Portfolio Kompetenz unterstellen. Zum zweiten habe ich z.B. gelernt wie man Konzepte schreibt, die ein Thema als großes Ganzes beleuchten. Ich habe gelernt, wie man kritisch hinterfragt, analysiert und Inhalte zu einer Kernbotschaft bündelt, die letztendlich den roten Faden für die Umsetzung darstellt, und damit eine Welt voller Kommunikationsmöglichkeiten öffnet.

Konzeptionelles Arbeiten gehört zu meinem Berufsalltag und es ist immer wieder schön, wenn ein Konzept, das man selbst erarbeitet hat, zum Leben erwacht.

Was hat mir an diesem Studium besonders gut gefallen?

Ganz klar: Mein Auslandssemester in Australien.

An der FHWien der WKW habe ich Fächer wie „Social Skills“ oder mein Wahlpflichtfach „Eventmanagement“ besonders geschätzt. Sie haben mitunter den Grundstein dafür gelegt, dass ich heute neben meiner Tätigkeit für WORD! VIENNA auch noch als Moderatorin aktiv bin bzw. auch mit großer Freude in regelmäßigen Abständen Veranstaltungen für den guten Zweck (Charity Slam) organisiere und abwickle.

Mit 1 Million Euro und 2 Jahren Zeit, würde ich…

…zuerst eine kleine, feine Eigentumswohnung in Wien kaufen, eine große Feier für Familie und Freunde veranstalten und mich dann mit Zahnbürste, Reisepass und Master Card auf Weltreise begeben. Ok, vielleicht würde ich auch meinen Laptop einpacken, um meine Erlebnisse – wie es sich für einen richtigen Schreiberling gehört – festzuhalten, und sie zwei Jahre später als Bestseller zu verkaufen J

 

Links: http://www.corneliaertl.at/