Social Media Nutzung der Ö Top 500

Kategorie: Aktuelles, Kommunikation, Marketing & Sales

Wie die umsatzstärksten 500 Unternehmen Österreichs in Social Media vertreten sind, stand im Fokus des Vortrags von FH-Prof. Mag. Dr. Uta Rußmann und Mag. Peter Winkler beim PRVA-PRofi-Treff "Einsatz von Social Media in den Ö Top 500" - Status Quo und Herausforderungen für die Zukunft."

Social Media Nutzung Top 500 (N=492)

TeilnehmerInnen des PRVA-PRofi-Treffs

Immerhin 72 Prozent der 492 untersuchten österreichischen Großunternehmen sind auf Wikipedia mit einem Profil vertreten. Die präsentierten Studienergebnisse* zeigen jedoch auch deutlich, dass nur mehr knapp über die Hälfte (59%) der Ö Top 500 bei Facebook sind und noch weniger (46%) bei YouTube Videos online stellen (siehe Abb. 1). Nur bei einem Drittel der Unternehmen ist ein kombinierter Einsatz der Top 3 Social Media vorhanden. Gerade einmal 1 Prozent der Ö Top 500 ist auf allen analysierten Social Media-Plattformen mit einem Unternehmensprofil vertreten.

Der Einblick in die spezifischen Verwendungsmuster von Social Media in der Unternehmenskommunikation österreichischer Großunternehmen offenbart zudem eine schwach ausgeprägte Integration (Verlinkung & Design) der Social Media-Auftritte in den allgemeinen Unternehmenswebauftritt sowie stark variierende Community-Größen je nach Social Media-Kanal.

Rußmann und Winkler gingen auch der Frage nach, wie (inter)aktiv die Ö Top 500 sind? Die Ergebnisse sind teilweise ernüchternd: Die Hälfte (55%) der Ö Top 500 postet (innerhalb eines Monats) kein Video auf ihrem YouTube-Kanal; gerade einmal ein Viertel (24%) der Unternehmen postet zwischen 1 und 3 Videos im Monat. Auch die Aktivität auf Facebook und Twitter ist beschränkt: 35 Prozent der Großunternehmen posten keinen Beitrag innerhalb des untersuchten Monats im Spätherbst 2012 und 31 Prozent der Ö Top 500 berichten nichts Neues auf ihrem Twitter-Account.

Ebenso lässt sich quer durch die Formate die Tendenz feststellen, Postings und Kommentare von User erst gar nicht zuzulassen bzw. im Falle von Kommentaren auf diese nicht entsprechend einzugehen.

Es lässt sich also schlussfolgern, dass das Vernetzungs- und Partizipationspotentials von Social Media von den Ö Top 500 unzureichend ausgeschöpft wird. Entsprechend wurde am Ende des Vortrags auf populäre, jedoch empirisch und theoretisch zweifelhafte Erwartungen der Online-PR hinsichtlich des Partizipationspotentials des Social Web eingegangen und ein netzwerktheoretisch informiertes Alternativkonzept vorgestellt.

Infos zu den Veranstaltungen des PRVA: http://www.prva.at/

*Forschungsprojekt: Zum Kommunikationsmanagement von Neuen Medien in Unternehmen (Top 500) - Einsatzbereiche, konzeptionelle Vorgehen & Folgenabschätzung
Laufzeit: August 2012 - März 2013
Förderung: Interne F&E-Förderung der FHWien der WKW

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