Diversity im Journalismus

Kategorie: Aktuelles, Journalismus & Medienmanagement

JournalistInnen und ExpertInnen diskutieren am Institut für Journalismus & Medienmanagement der FHWien der WKW.
Diversity im Journalismus, Institut für Journalismus & Medienmanagment der FHWien der WKW

Diversity im Journalismus, Institut für Journalismus & Medienmanagement der FHWien der WKW

Behinderung, Homosexualität oder Migrationshintergrund werden von Österreichs Medien nach wie vor als Besonderheit dargestellt, in der Berichterstattung, wie im Journalismus selbst. ExpertInnen und JournalistInnen aus österreichischen Medien haben sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion an der FHWien der WKW mit dieser Problematik auseinandergesetzt.
    
In zwei Panels wurden zwei Perspektiven von Diversity im Journalismus beleuchtet. Panel 1 setzte sich unter dem Titel „Alles ganz normal? Diversity in der Berichterstattung zwischen Sensation und Realität“ mit der Darstellung von Behinderung sowie Homo- und Bisexualität auseinander. Geladen waren Dr.in Brigitte Wolf, Landesdirektorin des ORF Wien, Mag.a Astrid Wilhelm, Msc, Vize-Präsidentin von Queer Business Women und Jo Spelbrink, Web-Designer und Experte für barrierefreie Medien. Vor allem die Einseitigkeit in der Darstellung von Menschen mit Behinderung wurde thematisiert. Jo Spelbrink wies darauf hin, dass Behinderung in Medien in erster Linie unter medizinischen Gesichtspunkten betrachtet und kulturelle Aspekte sowie die Lebensrealität von Menschen mit Behinderung außer Acht gelassen wird. Ähnlich schilderte Astrid Wilhelm die Situation von homo- und bisexuellen Menschen. Häufig ist es nur der stylishe schwule junge Mann, der Homosexualität in den Medien repräsentiert. Brigitte Wolf, Landesdirektorin des ORF Wien, wies darauf hin, dass es ihr ein Anliegen ist, Diversität aus der Besonderheit herauszuholen und in den Mainstream zu integrieren. Der ORF bemüht sich, von Stereotypen wegzukommen und seine MitarbeiterInnen zu sensibilisieren

Panel 2 stand unter dem Titel „Qualität mit Quote. Brauchen österreichische Medien mehr MigrantInnen?“. Es diskutierten Clara Akinyosoye, Chefredakteurin von M-Media, Mag. Alexis Neuberg, Radio Afrika und Teoman Tiftik, dasbiber. MigrantInnen sind in herkömmlichen österreichischen Medien unterrepräsentiert, waren sich die DiskutantInnen einig. Dies bezieht sich nicht nur auf die Themenwahl, sondern auch auf Personen. Für JournalistInnen mit Migrationshintergrund ist es in Österreich nach wie vor schwierig in Medien Fuß zu fassen, die sich nicht dezidiert mit MigrantInnenthemen auseinandersetzen.

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