„Aktuelle Unternehmensführung“: Disruptive Innovationen & Digital Business Modelling

Kategorie: Aktuelles, Unternehmensführung

Bei der dritten Veranstaltung der Ringvorlesung „Aktuelle Unternehmensführung“ war Prof. Dr. Michael Müßig von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt als Vortragender zu Gast.
Vortragender Prof. Dr. Michael Müßig

Vortragender Prof. Dr. Michael Müßig

Im Rahmen der Ringvorlesung „Aktuelle Unternehmensführung“ werden betriebswirtschaftliche Themenstellungen vertieft und aus Sicht der Unternehmenspraxis für Studierende im 6. Semester des Bachelor-Studiengangs „Unternehmensführung – Entrepreneurship“ aufbereitet.

Wie wird künstliche Intelligenz unsere Zukunft bestimmen? Was kommt nach dem „App-Hype“? Und wie sehen eigentlich die digitalen Geschäftsmodelle der Zukunft aus? Diesen Fragen widmete sich am 20. April 2017 Prof. Dr. Michael Müßig. Gleich zu Beginn stellte er fest, dass er aus heutiger Sicht keine Langzeitprognosen stellen könne, welche Technologie, beziehungsweise welches Geschäftsmodell, tatsächlich „the next big thing“ wird, zumal sich sowohl die technologischen Gegebenheiten, als auch die Nachfrage nach Technologie rapide ändern. Dennoch gibt es klare Indizien dafür, welche Technologien zumindest Potential haben, Branchen weiterzuentwickeln und sich am Markt durch innovative Produkte zu bewähren.

Eine Konstante zieht sich merklich durch jegliche Technologie: Die zentralen Ressourcen der Zukunft sind Information und Daten. Der Umgang mit „Big Data“, ein „Buzzword“, das derzeit zurecht in aller Munde ist, bestimmt künftig Wettbewerbsvorteile. Egal ob Drohnenverkehr, „Wearables“ (Smart-Watches, etc.), oder generell das „Internet-of-Things“, Daten sind bereits der Haupt-Inputfaktor für innovative Technologien und es gilt, diese effektiv zu verarbeiten und in Produkte zu konvertieren.

Großes Potential spricht Prof. Müßig dem „conversational commerce“ zu. „Um künftig Kleidung zu kaufen, werden Sie Facebook nicht mehr verlassen müssen,“ prognostiziert der Vortragende. Der Fokus wird darauf gelegt werden, Spracherkennung und künstliche Intelligenz miteinander zu verbinden und Anwendungen für Voice Systeme wie Amazons „Alexa“ zu entwickeln.

Egal, welche Technologien es künftig schaffen, in Produkte konvertiert zu werden, es werden sich etliche Möglichkeiten ergeben, profitable Geschäftsmodelle daraus zu entwickeln, beziehungsweise in bestehende Modelle zu implementieren. Wichtig für GeneralistInnen und BetriebswirtInnen ist laut Prof. Müßig vor allem, dass sich diese mit Technologien und aktuellen Entwicklungen auseinandersetzen und ein grundlegendes Verständnis dafür entwickeln. Technik und Wirtschaft kann nicht isoliert voneinander funktionieren, es braucht interdisziplinäre Fähigkeiten.

Die nächste „Aktuelle Unternehmensführung“ findet am 18. Mai 2017 statt, diesmal mit Univ. Prof. Dr. Gerhard Steyrer. Zur Anmeldung geht es  hier

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