Fragen & Antworten

Fragen & Antworten zum Bachelor-Studiengang Digital Economy*

F: Wie technisch ist das Studium? Die am häufigsten gestellte Frage.

A: Das Studium verknüpft digitale Technologie, Wirtschaft und Kommunikation. Matthias Lichtenthaler — verantwortlich für „Digitale Transformation“ im Bundesrechenzentrum — drückt es so aus: „Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Digital Economy sollen in der Lage sein, sich rasch in neue Technologie ‚reinzufuchsen‘, um Anwendungsmöglichkeiten und Chancen zu begreifen und anderen zu vermitteln.“

Bei der Entwicklung des Studiengangs haben wir uns immer wieder mit technischen Expertinnen und Experten abgestimmt. Deren Rückmeldung war: Es sind alle Themen enthalten, damit Absolventinnen und Absolventen an der Schnittstelle von Technologie und Wirtschaft kompetent arbeiten können.

Dazu muss man sich im Rahmen des Studiums etwas Statistik, Logik und Programmieren aneignen. Aber wir setzen kein einschlägiges Vorwissen voraus und unterrichten diese Fächer ganz besonders anwendungsorientiert. Die „technischen Fächer“ werden keine unüberwindbaren Hürden im Studium sein.

Studierende sollten sich für IT interessieren und vor allem Neugierde mitbringen.

 

F: Wie wichtig ist Mathematik für das Studium und die berufliche Tätigkeit?

A: Für viele berufliche Funktionen, in denen Absolventinnen und Absolventen tätig sein werden, reicht Mathematik auf Maturaniveau vollständig aus oder spielt gar keine besondere Rolle.

Für Studierende, die sich im Thema Datenanalyse vertiefen wollen, bieten wir ein Freifach „Data Analysis“ im 4. Semester an. Dort wird auch das dazu notwendige, weiterführende mathematische Know-how vermittelt.

 

F: Der Studiengang wird ausschließlich berufsbegleitend angeboten — warum?

A: Wir sehen, dass es viele Menschen gibt, die sich beruflich bereits mit Teilaspekten der Digitalisierung beschäftigen oder das in Zukunft tun werden. Viele wünschen sich eine fundierte Ausbildung mit einem formalen Hochschulabschluss in diesem Bereich. Eine Ausbildung mit dem Schwerpunkt auf Anwendung von IT, die nicht bei den technischen Grundlagen „stecken bleibt“.

 

F: Wie ist das berufsbegleitende Studium organisiert?

A: Das Studium ist von Beginn an so weit wie möglich auf die Bedürfnisse von berufstätigen Studierenden und Menschen mit anderen Verpflichtungen ausgerichtet, die nicht von Montag bis Donnerstag an die Hochschule kommen können.

Die Hälfte des Unterrichts wird online, also digital abgewickelt. Das passt gut zu den Inhalten des Studiums.

Unterricht am wko campus wien am Währinger Gürtel 97 gibt es an 10 Wochenenden pro Semester, freitags ab 14:00 Uhr und samstags zwischen 8:30 und 17:00 Uhr. Diese Wochenenden werden langfristig geplant und sind jetzt schon für das gesamte Studienjahr 2019/20 auf der Website abrufbar. Wir nutzen diese on-campus Wochenenden, um unseren Studierenden neben ihrem Berufs- und Privatleben ein intensives Studienerlebnis zu ermöglichen.

 

F: 50% Unterricht mit digitalen Kommunikations-Tools — warum?

A: Wir setzen aus zwei Gründen auf digitale Kommunikation:

(1) Digitale Kommunikation macht das Lernen räumlich und zeitlich viel flexibler. Studierende müssen so nur an 10 fixen Wochenenden pro Semester freitags ab 14:00 Uhr und samstags von 8:30-17:00 Uhr auf den Campus kommen.

(2) Digitale Tools eröffnen zusätzliche Wege, um miteinander zu kommunizieren. Ihr Einsatz erhöht die Methodenvielfalt, damit sich für alle eine passende Kommunikationsmethode findet: Neben Präsentationen, Seminaren, Übungen und Workshops am Campus setzen Lehrende Videokonferenzen, Video- und Audioaufnahmen, Online-Quizzes, Foren, Kommentarfunktionen, Messenger-Dienste und Microsoft365-Dienste ein – Tools, die Sie wahrscheinlich auch privat oder beruflich in ähnlicher Weise nutzen.

Digitale Kommunikation findet mündlich oder schriftlich statt; synchron — d. h. für alle Beteiligten zum gleichen, vereinbarten Zeitpunkt, am Abend zwischen 18:30 und 22:00 Uhr — oder asynchron, wenn es für jede und jeden Einzelnen am besten in den Tagesablauf passt.



F: Wie kann man sich das Lernen mit digitalen Kommunikations-Tools vorstellen?

A: Lehrveranstaltungen sind aus drei Typen von Lernschritten aufgebaut:

on campus teaching: Auf dem Campus lernen Studierende unter Anleitung von Lehrenden durch Präsentationen, in Seminaren, Übungen oder Workshops — 50% des Unterrichts

online teaching: Lehrende setzen digitale Kommunikations-Tools ein, um Studierende beim Lernen außerhalb des Campus zu unterstützen, mündlich oder schriftlich, synchron oder asynchron — 50% des Unterrichts

self study: Studierende lernen selbstständig, entweder individuell oder in kleinen Teams, beispielsweise lösen sie Aufgaben oder Praxisfälle, lesen Fachbücher, bereiten sich auf Präsentationen oder Prüfungen vor.

Zu Semesterbeginn wird zu jeder Lehrveranstaltung eine Timeline veröffentlicht, mit allen Terminen, Aufgaben und Kriterien für die Leistungsbeurteilung.

 

F: Wie laufen Lehrveranstaltungen konkret ab?

A: Unter folgendem Link können Sie ein Beispiel für eine Lehrveranstaltung im 1. Semester herunterladen. In dieser Lehrveranstaltung wird zunächst auf dem Campus Grundlagenwissen vermittelt. Dann üben Studierende in kleinen Teams an Fallstudien, begleitet vom wiederholten Feedback der Lehrenden in Videokonferenzen.

>> Lehrveranstaltungs-Beispiel herunterladen

 

F: Warum gibt es eine Version des Studiums mit sechs Semestern und eine mit acht Semestern?

A: Das Fachhochschul-Studiengesetz bietet diese Möglichkeit seit ein paar Jahren. Wir denken, es kann für Studierende, die beruflich oder familiär besonders „eingespannt“ sind, sinnvoll sein, sich für das Studium ein Jahr länger Zeit zu nehmen.

In der sechssemestrigen Organisationsform sind jedes Semester 30 ECTS-Punkte bzw. 16 Semester-Wochenstunden zu absolvieren. In der verlängerten, achtsemestrigen Organisationsform sind es nur 24 ECTS-Punkte bzw. 13 Semester-Wochenstunden. Insgesamt werden über die Studienzeit verteilt die gleichen Module absolviert.

Studierende entscheiden sich zu Beginn für eine der Organisationsformen. Ein Wechsel von der sechs- auf die achtsemestrige Organisationsform ist am Ende jedes Semesters möglich.

 

F: Gibt es Unterschiede zwischen den Organisationsformen, abgesehen von der Studiendauer?

A: Ein Auslandspraktikum lässt sich leichter im Rahmen der sechssemestrigen Organisationsform realisieren.

In der sechssemestrigen Organisationsform ist das Berufspraktikum im 5. Semester zu absolvieren und die Bachelorarbeit im 6. Semester. In der achtsemestrigen Organisationsform kann das Berufspraktikum auf das 5., 6. und 7. Semester aufgeteilt werden, für die Bachelorarbeit stehen das 7. und 8. Semester zur Verfügung. Es ist alles ein bisschen „relaxter“.

In der achtsemestrigen Organisationsform sind der Studienbeitrag und der ÖH-Beitrag achtmal zu bezahlen.

 

F: Was kann ich mir anrechnen lassen?

A: Anrechnungen sind selbstverständlich möglich. Die Voraussetzung ist, dass Studierende über Kompetenzen verfügen, die wir in konkreten Lehrveranstaltungen vermitteln.

Das gilt für Kompetenzen, die Studierende in bereits absolvierten Lehrveranstaltungen (z. B. in einem anderen Studium) oder im Berufsleben erworben haben. Entscheidend ist in jedem Fall die nachvollziehbare Dokumentation.

Generell möchten wir durch die Anrechnung einzelner Lehrveranstaltungen den Zeit- und Arbeitsaufwand für Studierende mit einschlägigem Vorwissen reduzieren.

In aller Regel wird sich dadurch das Studium nicht um ganze Semester verkürzen. Denn ein Studium ist eine wichtige Lebensphase, in der man sich auch fachlich und persönlich weiterentwickelt. Das braucht Zeit.

 

F: Ist meine berufliche Tätigkeit als Berufspraktikum anrechenbar?

A: Wenn Studierende einschlägig und fachlich auf einem entsprechenden Niveau tätig sind, kann diese Tätigkeit als Berufspraktikum anerkannt werden. Wichtig ist dafür eine nachvollziehbare Dokumentation von Dauer, Aufgaben und erworbenen Kompetenzen.

 

F: Kommen aktuelle Themen wie z. B. Blockchain, Robotik, autonomes Fahren … im Studium vor?

A: Die Gründerin von Blockchain Austria, Lorena Skiljan, wird am Studiengang Digital Economy das Thema „Innovation“ unterrichten. Das Thema „Robotik“ wird im Modul „New World of Work“ behandelt.

Und natürlich kommen ständig neue Themen dazu. Der Studienplan ist flexibel genug, um sie rasch aufzugreifen und am Puls der Zeit zu bleiben. Möglichkeiten, sich mit den jeweils aktuellsten Trends intensiv zu beschäftigen, bieten auch die Praxisprojekte im 4. und 6. Semester und vor allem die Bachelorarbeit.

 

F: Sind eine oder zwei Bachelorarbeiten zu schreiben?

A: Bisher waren an Fachhochschulen zwei Bachelorarbeiten gesetzlich vorgeschrieben. In diesem Punkt wurde das Gesetz geändert. Wir nützen diese Änderung und glauben, es ist für die Studierenden besser, sich auf eine Bachelorarbeit zu konzentrieren.

 

F: Wie läuft das Aufnahmeverfahren ab?

A: Der Ablauf ist hier ausführlich beschrieben. Das Aufnahmeverfahren besteht aus einem IT-gestützten Test zur allgemeinen Studierfähigkeit, der Analyse der Bewerbungsunterlagen und einem Gruppeninterview.

Eine inhaltliche Vorbereitung — wie auf eine fachliche Prüfung — ist nicht notwendig.

Gestalten Sie Ihren Lebenslauf so, dass einschlägiges Vorwissen und Erfahrungen nachvollziehbar dargestellt werden. Im abschließenden Gruppeninterview sollten Sie darüber vertieft Auskunft geben können.

Am Ende des Aufnahmeverfahrens werden die Bewerbungen gereiht. Dabei werden drei Kriterien berücksichtigt:

  • zu 30 % der Grad der allgemeinen Studierfähigkeit
  • zu 40 % persönliche und berufliche Erfahrung mit Bezug zum Studium sowie einschlägige Vorbildung
  • zu 30 % kommunikative und soziale Kompetenzen

 

F: Wann kann ich mit der Zusage eines Studienplatzes rechnen?

A: Unser Aufnahmeverfahren hat zwei Stufen, um Ihre Bewerbung wirklich fair beurteilen zu können. Erst wenn das Verfahren vollständig abgeschlossen ist, können wir ab dem 8. Juli 2019 Zu- und Absagen verschicken.

 

F: Gibt es (weitere) Möglichkeiten, sich über den Studiengang zu informieren und persönlich Fragen zu besprechen?

A: An jedem ersten Montag im Monat gibt es an der FH zwischen 16:00 und 17:00 Uhr die Möglichkeit zum persönlichen Informationsgespräch (6. Stock, Raum B648). Sie können auch gerne einen anderen Termin mit der Studiengangsleitung vereinbaren, am besten per E-Mail an sebastian.eschenbach@fh-wien.ac.at.

Am 20. Mai 2019 laden wir zu zwei Veranstaltungen ein:

  • 16:3017:00 Uhr: Aktuelle Information zum Studiengang Digital Economy und zum Stand der Akkreditierung
  • 17:0018:00 Uhr: „Erstes informelles Digi Get-together“ an der FHWien der WKW. Thema: „Was müssen die Gestalterinnen und Gestalter der digitalen Transformation können?“ Gast: Martin Reitbauer-Ortner, Eigentümergeschäftsführer intevo.websolutions gmbh

Ort: FHWien der WKW, Währinger Gürtel 97, 1180 Wien
Wir bitten um Zusagen bis zum 16. Mai:
sebastian.eschenbach@fh-wien.ac.at

*vorbehaltlich der Akkreditierung durch die AQ Austria

Kontakt

Studienbereich Digital Economy

Währinger Gürtel 97
1180 Vienna

Tel.: +43 (1) 476 77-5744
Fax: + 43 (1) 476 77-5745

servicepoint@fh-wien.ac.at

 
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