Praxisprojekt PWOE – Jobsuche 4.0 mit Karriere.at

Kategorie: Aktuelles, Personal & Organisation

Am 26. Juni erfolgte die Ergebnispräsentation des Forschungsprojekts „Jobsuche 4.0“ von Studierenden des BA Studiengangs Personalmanagement, BB, an den Auftraggeber karriere.at. Die Studie befasste sich mit Verhaltensmustern von Jobsuchenden, den Einflussfaktoren bei der Jobsuche und mit den Design- und Benutzerfreundlichkeitsfaktoren von Jobseiten.

Die Studierenden des Instituts für Personal & Organisation untersuchten zwischen Januar und Juni 2017, ob sich Verhaltensmuster von Jobsuchenden beschreiben lassen. Sie befragten 39 Personen nach ihren Erfahrungen und Präferenzen bei der Jobsuche.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Online-Jobsuche mehr Möglichkeiten bietet, aber trotzdem oft als mühsam empfunden wird. Es wird vorwiegend über mehrere Online-Kanäle gleichzeitig gesucht, aber beworben wird bevorzugt per persönlicher Email. Individueller Kontakt mit den Unternehmen wird von den Bewerbern sehr geschätzt. Online-Bewerbungen kann man zwar schnell schicken, aber oft lassen sich die Unternehmen sehr lange Zeit mit der Rückmeldung, was den Bewerber frustriert.

Individuelle Faktoren, die die Suche beeinflussen, sind Qualifikationen wie Ausbildung und Erfahrung. Alter, Geschlecht und die aktuelle Lebenssituation scheinen die Suchpräferenzen zum Beispiel nach dem erwünschten Arbeitszeitmodell oder Niveau des Jobs zu beeinflussen. Einige Interviewten schätzten, dass der kulturelle Hintergrund oder die Religionszugehörigkeit ein möglicher Absagegrund war.

Benutzerfreundlichkeit wird bei den Online-Kanälen sehr wichtig empfunden: Die Bewerber wollen einfache, klar formulierte Seiten, wo man schnell und personalisierte Angebote findet. Werbung wird als Störfaktor genannt. Die Jobsuchenden bevorzugen sich nicht anzumelden und ihre Präferenzen abzuspeichern, gleichzeitig wurden personalisierte Job-Alert – Funktionen positiv bewertet.

Interessant an den Ergebnissen war, dass die Bekanntheit des Unternehmens für die Bewerber kein wichtiges Kriterium war; hingegen wurden gute Erreichbarkeit, wertschätzende Unternehmenskultur und Flexibilität als wichtig genannt. Nach den vorläufigen Ergebnissen sei Gehalt auch kein entscheidender Faktor.

Die Ergebnisse der Interviews dienen als Vorstudie für eine quantitative Befragung, die während des Wintersemesters durchgeführt wird.

Kontakt:
Maija Worek, M.Sc.
Teaching & Research Associate, Institut für Personal & Organisation
maija.worek@fh-wien.ac.at

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