Facebook, Twitter & Co – Vorträge zum Thema Social Media

20.04.2011
10:56

Kategorie: Aktuelles, Kommunikation, Marketing & Sales

Das schnellst wachsende Medium ist jenes, das von KonsumentInnen selbst gestaltet wird. Meinungen, Empfehlungen und Kritik werden mehr und mehr in Web 2.0 Medien wie Online-Foren, Blogs, oder Social Media-Plattformen wie Facebook, Twitter & Co veröffentlicht, geteilt und diskutiert.
Martina Grom

FHWien-Studiengänge der WKW

Die Möglichkeiten für Unternehmen, Web 2.0 Medien für sich zu nutzen, steigen. Mittlerweile kommt kein Unternehmen mehr daran vorbei, sich zumindest mit der Thematik Social Media zu beschäftigen und zu entscheiden, in welcher Art und Weise sie sich dieser Medien bedienen wollen.
Die ersten Fragen, die in Zusammenhang mit Social Media an Agenturen oder Social Media-BeraterInnen gestellt werden, sind:

  • Was kostet es und welchen Aufwand verursacht es?
  • Wie erreiche ich meine Zielgruppe?
  • Was bringt es (Stichwort: ROI)?
  • Aber vor allem: Wozu brauche ich das?

Dass es mit dem Anlegen eines Twitter-Accounts und/oder einer Facebook-Seite alleine noch nicht getan ist, stellt sich meist erst später heraus. Alle Kanäle müssen regelmäßig mit relevanten Informationen gefüllt und es muss Zeit investiert werden. Um die „richtigen“ Fans zu bekommen, sprich die Zielgruppe zu erreichen, sind Analysen und Recherchen notwendig. Martina Grom, IT-Expertin von atwork, hat zahlreiche Facebook Fanpages mit Facebook Ads, Gewinnspielen und redaktioneller Betreuung belebt und so beispielsweise in acht Monaten 45.000 Fans für einen ihrer Kunden gewonnen. Das funktioniert nur dann, wenn man genau weiß, wo man hin will. Die oft zitierte österreichische Mentalität „schau ma mal“ funktioniert in diesem Fall nicht. Denn blinder Aktionismus nur um „dabei“ zu sein, bringt außer einigen Freunden oder Followern nichts. Aber welche Tools und Maßnahmen bedingen denn nun wirklich den Durchbruch im Social Web, und wie finde ich heraus welchen Mehrwert diese für mein Unternehmen generieren? Ist die Anzahl der Fans und Follower das Maß aller Dinge? Wohl kaum. Dass Social Media bzw. Web 2.0 aus mehr als Facebook und Twitter bestehen und welche Möglichkeiten für Markt- und Meinungsforschung noch brach liegen zeigte der Vortrag von Markus Zimmer auf.

BuzzValue

Jedes Unternehmen muss sich im Klaren darüber sein, dass jeder User seine Meinung im Web 2.0 kund tun kann. Auch wenn nur 1 % der User aktiv posten und 9 % ab und zu, sind 90 % der User „Zuschauer“ und lesen mit. Dies birgt gerade für den Bereich der Markt- und Meinungsforschung unzählige Möglichkeiten. Da Meinungsbildung nicht nur in den mittlerweile als Synonym für Social Media verwendeten Plattformen Facebook und Twitter, sondern viel eher auf Seiten wie z.B.: parents.at, geizhals.at,… stattfindet. Dort werden Meinungen meist unter Ausschluss der Unternehmen gebildet. Auch wenn nur ein kleiner Anteil der User schreibt, lesen sehr viele mit und werden von den Postings der Community beeinflusst. Genau dort setzt BuzzValue an, und nutzt auch diese Kanäle für Markt- und Meinungsforschung. Um zu validen Ergebnissen zu kommen werden unzählige Postings gelesen und bewertet, - wer den Buzz seiner Zielgruppe kennt, kann darauf Einfluss nehmen.

Umgang mit negativen Postings

Thematisiert wurde bei beiden Vorträgen der Umgang mit negativen Postings. Markus Zimmer kennt beide Strategien. Es gibt Unternehmen, die in diesen Plattformen als Unternehmensvertreter auftreten und offen zu den Kommentaren antworten, versuchen Lösungsmöglichkeiten anzubieten und damit erfolgreich sind, aber das Gros der Unternehmen greift nicht ein. Wovon er jedem Unternehmen dringend abrät, ist das Posten von positiven „Fakepostings“.
Eingewendet wurde, dass negative Postings teilweise von der Community selbst wieder relativiert werden und die Community dies selbst „regelt“. Was natürlich wünschenswert ist, aber nicht immer passiert. Martina Grom führt an, dass durch Social Media im schlimmsten Fall sogar eine Marke „zerstört“ werden könnte. Strategische Social Media Planung im Vorfeld hilft, um auch im Krisenfall schnell und richtig zu reagieren.


Wir danken den Vortragenden:

Mag. Martina Grom

Mag. (FH) Markus Zimmer

www.atwork.at

www.buzzvalue.at

 

 

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