Studierende gewinnen Sonderpreis der Staatspreisjury für Public Relations
30.11.2010
10:01
Category: Aktuelles, Kommunikation, Marketing & Sales
Persönliche Probleme kennen keine Jahreszeit, Beachtung erfährt die Telefonseelsorge jedoch vor allem zur Weihnachtszeit. Studierende des Instituts für Kommunikationsmanagement erstellten ein Konzept, um auch unterjährig auf den Service der Telefonseelsorge aufmerksam zu machen.
Gemeinsam mit der Agentur ESPRIT PR wurde dieses in Folge auch umgesetzt. Mit Erfolg: Eine deutlich höhere Medienpräsenz und eine signifikante Zunahme der Anruferzahlen sind die messbaren Ergebnisse der Aktivitäten.
Anerkennung fand diese Leistung nun auch bei der Staatspreisjury für Public Relations, die das Projekt mit einem Sonderpreis auszeichnete.
"Das Projekt ‚Telefonseelsorge hat immer Saison‘ kann als ein Musterbeispiel für praxisbezogenen Unterricht an Fachhochschulen betrachtet werden. Es lebte vom hohen Engagement der Studierenden wie auch vom Networking zwischen der Telefonseelsorge, der Fachhochschule sowie einer PR-Agentur, die pro bono agierte. Durch die professionelle Medienarbeit im Rahmen des internationalen Kongresses der Telefonseelsorge konnten die Studierenden trotz der äußerst geringen finanziellen Mittel für das Projekt eine hohe Medienresonanz erzielen. Dies wiederum veranlasste in der Folge deutlich mehr Hilfesuchende dazu, das Angebot der Telefonseelsorge zu nutzen", so die Begündung der Jury.
Das Projekt "Die Telefonseelsorge hat immer Saison"
In der Vorweihnachtszeit ist die Telefonseelsorge für Medien ein beliebtes Thema. Während des Jahres ist die Attraktion bei JournalistInnen gering bis nicht vorhanden. Probleme in Beziehungen, Einsamkeit, existentielle Probleme halten sich jedoch nicht an diese jahreszeitliche Fixierung. Wer dringend ein Beratungsgespräch braucht, der sollte das ganze Jahr über erfahren, dass es die kostenlosen Notrufnummer 142 gibt und dass man dort mit jemandem sprechen kann. Mit einem sehr kleinen Kommunikationsbudget von jährlich € 1.000,- ist ein proaktives Kommunikationsmanagement, zur flächendeckenden Bekanntmachung und zur Stabilisierung von Beziehungen mit den wichtigsten Dialoggruppen unmöglich!
Vom 10. bis 14. Juli 2010 fand der internationale IFOTES-Kongress (International Federation of Telephone Emergency Services) in Wien statt. Die Organisation oblag der Österreichischen Telefonseelsorge – für die Öffentlichkeitsarbeit wurde kein Extra-Budget eingeplant.
Der Kongress wurde als einmalige Chance erkannt, die Energie von 1.000 KongressteilnehmerInnen als Sprungbrett für die Präsentation der Telefonseelsorge Österreich zu nützen und damit das Fundament für eine professionellere Kommunikationsarbeit zu legen.
Nichts brennt, wie das Herz eines Freiwilligen!
Die engagierten Freiwilligen fand Telefonseelsorge-Obfrau Marlies Matejka in den Studierenden des Jahrgangs 2012 des Instituts für Kommunikationsmanagement und Stefan Szalachy der Agentur ESPRIT PR. Im Rahmen einer PR-Lehrveranstaltung des 2. Semesters wurde ein tragfähiges Konzept entwickelt, das im Zeitraum Mai bis Juli 2010, also unmittelbar vor dem Kongress, umgesetzt wurde. Eine zehnköpfige Studierendengruppe arbeitete neben dem Studium mit Unterstützung der Agentur an der Verbesserung der Medienpräsenz des Auftraggebers.
Die Ziele wurden nicht nur erreicht sondern bei weitem übertroffen:
- Zahlreiche Berichte in Print- und Onlinemedien sowie im Radio und Fernsehen und daraus resultierend
- eine anhaltende, signifikante Steigerung der Anruferzahlen um 15 Prozent

©Jana Madzigon
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